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W. Jost (1), A. Retzow (2), K. Kuhn (2)
(1) Fachbereich Neurologie, Deutsche Klinik für Diagnostik, Wiesbaden; (2) Medizin und klinische Entwicklung, Desitin Arzneimittel GmbH, Hamburg
Ziel der prospektiven, nicht interventionellen Studien war es, den Einsatz von Piribedil in Mono- und Kombinationstherapie hinsichtlich des Verlaufes der Symptomatik sowie der Verträglichkeit bei Parkinsonpatienten im Praxisalltag zu dokumentieren. Methode: Die Behandlung von 1440 erstmals auf Piribedil ein- oder umgestellten Parkinsonpatienten wurde über drei Monate beobachtet. Neben der Erhebung der Basisdaten wurden bei der Kontroll- bzw. Abschlussuntersuchung der Verlauf der motorischen Parkinsonsymptomatik (UPDRS III), die globale Verträglichkeit sowie Effekte von Piribedil auf die Vigilanz/Tagesmüdigkeit bewertet. Ergebnisse: Die motorische Parkinsonsymptomatik verbesserte sich unter der Behandlung mit Piribedil in Mono- oder Kombinationstherapie bei mehr als 70% der Patienten; UPDRS-III-Werte verbesserten sich um durchschnittlich 8,4 Punkte. Bei insgesamt guter Verträglichkeit, auch in höheren Dosierungen in Kombination mit L-Dopa, verbesserte sich außerdem die Vigilanz bzw. vorbestehende Tagesmüdigkeit, Ödeme bildeten sich unter Piribedil weitgehend zurück. Schlussfolgerungen: Piribedil zeigt sich im Praxisalltag als ein effizienter non-ergot Dopaminagonist (DA) mit besonderem Wirkprofil. Insbesondere die positiven Effekte auf die Vigilanz machen Piribedil zu einem wichtigen Baustein in der medikamentösen Therapie des Parkinsonsyndroms.
Vigilanz, Idiopathisches Parkinsonsyndrom, Piribedil, non-ergot Dopaminagonist
| 1. | ||
F. M. Schmidt (1), J. Kratzsch (2), U. Hegerl (1), P. Schönknecht (1) Nervenheilkunde 2011 30 11: 893-897 | ||
| 2. | ||
C. Sander (1), P. Schönknecht (1) Nervenheilkunde 2011 30 11: 870-877 | ||
| 3. | Spezifisches Rezeptorprofil von Piribedil | |
R. Ehret (1) Nervenheilkunde 2010 29 6: 378-380 | ||