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Komorbide kognitive Dysfunktionen

Zeitschrift: Nervenheilkunde
ISSN: 0722-1541
Thema:

Kognitive Störungen bei neurologischen Erkrankungen
Update Neurologie

Ausgabe: 2010: Heft 11 2010 (705-796)
Seiten: 761-768

Komorbide kognitive Dysfunktionen

Neuropsychologische Diagnostik bei Parkinson-Syndromen, MS, Epilepsie und Schlaganfall

M. Bodden (1, 2), E. Kalbe (3, 4)

(1) Neurologische Klinik, Philipps-Universität Marburg; (2) AG Klinische Psychologie, Psychologisches Institut, Philipps-Universität Marburg; (3) Psychologische Gerontologie, Institut für Gerontologie, Universität Vechta; (4) Klinik und Poliklinik für Neurologie, Universität Köln

Stichworte

Epilepsie, Schlaganfall, Parkinson, MS, Neuropsychologische Diagnostik, Screeningverfahren

Zusammenfassung

Bei vielen neurologischen Erkrankungen kommt den kognitiven Symptomen zunehmend Aufmerksamkeit zu, weil diese z. B. wesentlichen Einfluss auf die Lebensqualität der Betroffenen nehmen. Oft sind bei verschiedenen Erkrankungen unterschiedliche kognitive Domänen betroffen. Während Patienten mit Parkinson-Krankheit früh im Krankheitsverlauf exekutive Dysfunktionen entwickeln, treten bei Patienten mit Temporallappenepilepsie vor allem Gedächtnisdefizite auf. Verschiedene psychometrische Verfahren stehen zur Diagnostik kognitiver Leistungseinbußen zur Verfügung. Neben zeitökonomischen Screeningverfahren, können elaborierte neuropsychologische Testverfahren zur Anwendung kommen, die eine differenzierte Aussage über das kognitive Leistungsprofil erlauben. Neben kognitiven Leistungseinbußen können wie bei Multipler Sklerose die Fatigue-Symptomatik zusätzlich weitere Syndrome auftreten, die Einfluss auf die neuropsychologische Untersuchung nehmen können. Teilweise erfordert die zugrunde liegende neurologische Erkrankung eine Adaptation der neuropsychologischen Untersuchung, wenn z. B. nach Schlaganfall neben kognitiven Defiziten ebenfalls körperliche Funktionseinbußen bestehen.

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