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J. Kornmeier (1, 2), Z. Sosic-Vasic (3)
(1) Institut für Grenzgebiete der Psychologie und Psychohygiene; (2) Universitäts-Augenklinik, Freiburg; (3) Transferzentrum für Neurowissenschaften und Lernen, Universitätsklinikum Ulm
Wiederholtes Lernen steigert bekanntlich die Gedächtnisleistung. Dabei ist zeitlich verteiltes Lernen effektiver als kurzfristige Lernmarathons. Weniger bekannt ist, dass es optimale zeitliche Abstände zwischen Lernwiederholungen gibt, die die Merkfähigkeit mehr als verdoppeln können (Spacing-Effekt). Gleichermaßen unbekannt ist, dass wenige aufeinanderfolgende Tests eines zuvor gelernten Inhalts zu einer vergleichbaren oder besseren Gedächtnisleistung führen als viele Wiederholungen (Testing-Effekt). Dabei sind zeitlich verteilte Tests besser als dicht aufeinander folgende (Test-Spacing-Effekt). Spacing- und Testing-Effekte sind stabil über ein breites Spektrum experimenteller Parameter. Neuere Arbeiten deuten auf einen nicht monotonen Zusammenhang zwischen Spacing-Intervall und Gedächtnisleistung hin: Spacing- und Testing-Effekte scheint es auf verschiedenen Zeitskalen des Lernens zu geben. Ferner scheint das optimale Spacing-Intervall vom zeitlichen Abstand zwischen der letzten Lerneinheit und dem abschließenden Test abzuhängen. Ein besseres Verständnis der beiden Effekten zugrunde liegenden Mechanismen kann zu effektiven und einfach anwendbaren Lernstrategien führen.
Gedächtnis, Spacing-Effekt, Testing-Effekt, Lernen
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A. Sokolov1,2, G. Grön1 Nervenheilkunde 2008 27 1: 53-56 | ||
| 2. | ||
Monika Daseking1 , Dietmar Heubrock2 , Franz Petermann1 Kinder- und Jugendmedizin 2006 6 6: 374-380 | ||