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Post-mortem-Untersuchungen zu neuronalen Aktivierungsmustern bei depressiven Patienten

Zeitschrift: Nervenheilkunde
ISSN: 0722-1541
Thema:

Neurobiologische und klinische Aspekte affektiver Störungen

Ausgabe: 2011: Heft 11 2011 (849-948)
Seiten: 909-913

Post-mortem-Untersuchungen zu neuronalen Aktivierungsmustern bei depressiven Patienten

Welchen Einfluss haben Suizidalität und Unipolar-bipolar-Dichotomie?

T. Gos (1, 2, 3), B. Bogerts (2), J. Steiner (2, 4)

(1) Institut für Rechtsmedizin, Medizinische Universität Danzig, Polen; (2) Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Universität Magdeburg; (3) Institut für Biologie, Abteilung Zoologie/Entwicklungsneurobiologie, Universität Magdeburg; (4) Pembroke College, Universität Cambridge, Großbritannien

Stichworte

Depression, bipolare Störung, post mortem, AgNOR-Färbung

Zusammenfassung

In unserem Übersichtsartikel fassen wir Ergebnisse von Post-mortem-Studien an Material der Magdeburger Hirnbank zusammen, deren Schwerpunkt eine Evaluation neuronaler Aktivierungsmuster in depressionsrelevanten Netzwerken war. Chronische Veränderungen der Aktivität ribosomaler DNA in Nervenzellen wurden durch den quantitativen Nachweis von argyrophilen mit Nukleolus Organisator Regionen assoziierten Proteinen (AgNOR) in präfrontal-limbischen Hirnregionen, im Mandelkern, striato-pallidalen Komplex und serotonergen dorsalen Raphekern untersucht. Der Einfluss des Faktors Suizidalität war stärker als der Unterschied zwischen unipolarer und bipolarer Depression. Unsere Ergebnisse unterstützen die Sichtweise, dass Suizidalität und Depression eine teils eigenständige neurobiologische Grundlage aufweisen. Neue Therapiestrategien sind erforderlich, um die suizidspezifische Hirnpathologie effektiv zu beeinflussen.

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