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Charakteristische Veränderungen des Ruhezustandes bei Depression

Zeitschrift: Nervenheilkunde
ISSN: 0722-1541
Thema:

Neurobiologische und klinische Aspekte affektiver Störungen

Ausgabe: 2011: Heft 11 2011 (849-948)
Seiten: 914-921

Charakteristische Veränderungen des Ruhezustandes bei Depression

Bildgebung, Histopathologie und Resting state fMRT

M. Walter (1), D. I. Horn (1), B. Bogerts (1), J. Steiner (1)

(1) Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, Abteilung Psychiatrie, Universitätsklinikum Magdeburg

Stichworte

PET, Metabolismus, Glutamat, MRS, Resting state fMRI, Anhedonie, Astroglia

Zusammenfassung

Depressive Störungen zeichnen sich mehr als andere psychiatrische Störungen durch eine zentrale Psychopathologie auch in Abwesenheit expliziter Aufgaben aus. Bei der Depression sind solche krankheitsspezifischen Defizite einer veränderten Reagibilität auf externale Stimulation zu sehen, welche je nach Valenz des Stimulus, in Form eines verminderten Ansprechens auf belohnungsrelevante Reize oder eines vermehrten Ansprechens auf be-strafungsrelevante Reize nachzuweisen sind. Es findet sich in Krankheitssymptomen wie der Anhedonie ein Hinweis auf eine verringerte intrinsische motivationale Komponente, welche ohne expliziter Kontextsituationen dysfunktionales Verhalten, wie etwa einen sozialen Rückzug zur Folge haben kann. Am deutlichsten sind Hinweise auf eine Pathophysiologie von Ruhezuständen am Beispiel der vermehrten Grübelneigungen zu eruieren, welche sich meist spontan einstellen, und in denen Patienten insbesondere bei fehlender Ablenkung zum Teil über Stunden verharren können. Aus diesen Gründen ist es das Ziel dieses Übersichtsartikels, diejenigen Befunde aus verschiedenen bildgebenden Methoden zu beschreiben, die im Abwesenheit expliziter Stimuli erhoben wurden und somit eine besondere Rolle in der Erklärung der Pathophysiologie von Depression spielen können.

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