![]() |
|
A. Pein (1), A. Kliemann (2), D. Schläfke (1), F. Kupke (1), A. Wettermann (1), D. Tardel (1), J. M. Fegert (2)
(1) Klinik für Forensische Psychiatrie, Zentrum für Nervenheilkunde der Universität Rostock; (2) Kinder- und Jugendpsychiatrie/Psychotherapie, Universitätsklinikum Ulm
Ziel der vorliegenden Studie war die Überprüfung der Effektivität der dialektisch-behavioralen Therapie-Forensik (DBT-F) bei suchtkranken und dissozialen Patienten in der Erziehungsmaßregel. Verglichen wurden 29 nach § 64 StGB im Maßregelvollzug untergebrachte Patienten, wobei 15 die bis dato in der Klinik übliche therapeutische Behandlung erhielten und 14 Probanden an der DBT-F teilnahmen. Um Veränderungen abzubilden, wurden zu zwei Testzeitpunkten (vor Beginn und nach Abschluss der Intervention) Daten erhoben. Als Effektivitätsmaße dienten Verbesserungen in den Ergebnissen der neuropsychologischen Tests TMT-B, FWIT, TL-D und FAIR sowie in der Prognosebeurteilung mithilfe des FOTRES. Bezüglich der exekutiven Funktionen konnte ein positiver Einfluss der DBT-F auf die Fähigkeit zum schlussfolgernden Denken nachgewiesen werden. Die Aufmerksamkeitsleistung der Patienten konnte in beiden Therapiegruppen gesteigert werden. Zudem konnte anhand der Prognosebeurteilung nachgewiesen werden, dass insbesondere die dissozialen Patienten von der DBT-F profitieren können.
DBT-Forensik, Dissozialität, Prognosebeurteilung, Entziehungsmaßregel
| 1. | Das R&R-Programm in der Entziehungsmaßregel | |
A. Wettermann (1), D. Schläfke (1), F. Kupke (1), J. M. Fegert (2) Nervenheilkunde 2012 31 1-2: 36-41 | ||