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Omega-3-Fettsäuren in der Psychiatrie

Zeitschrift:Nervenheilkunde
ISSN:0722-1541
Ausgabe:2012: Heft 1-2 2012 (1-100)
Seiten:61-67

Omega-3-Fettsäuren in der Psychiatrie

A. Meißner (1)

(1) Praxis für Psychiatrie und Psychotherapie, München

Zusammenfassung

Depression und Alzheimer-Demenz sind häufige psychiatrische Störungen, die mit klassischen Psychopharmaka nicht immer erfolgreich oder zum Teil nur unter Inkaufnahme von Nebenwirkungen zu behandeln sind. Eine zunehmende Forschungsaktivität zu Wirkmechanismen der Omega-3-Fettsäuren weckt Hoffnungen, einen weiteren Therapiebaustein etablieren zu können. Mittels Literaturrecherche durch medpilot.de wurden Untersuchungen der letzten Jahre mit Schwerpunkt auf 2010 herausgefunden. Hieraus ergeben sich Hinweise für eine Wirksamkeit von Omega-3-Fettsäuren bei schwergradigen Depressionen, leichten kognitiven Defiziten, einzelnen Symptomkomplexen der Borderline-Persönlichkeitsstörung sowie in der Prävention von Psychosen. Behandlungsempfehlungen der American Psychiatric Association aus dem Jahr 2006 werden bestätigt. Auch für ADHS, Autismus und Schlafstörungen im Kindesalter liegen Hinweise auf positive Effekte vor. Im allgemeinmedizinischen Bereich bestehen ebenso vielfältige Anwendungsgebiete, etwa im kardiovaskulären Bereich, bei Psoriasis, rheumatoider Arthritis, Morbus Crohn oder in der Prävention des Prostatakarzinoms. Die Forschungsarbeit zu dieser nebenwirkungsarmen Behandlungsmethode ist zu intensivieren.

Stichworte

Depression, Psychosen, Borderline-Persönlichkeitsstörung, Alzheimer-Demenz, Omega-3-Fettsäuren

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