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Weiterbildungsbedarf im ärztlichen, psychotherapeutischen und pädagogischen Handlungsfeld im Umgang mit sexuellem Kindesmissbrauch

Zeitschrift: Nervenheilkunde
ISSN: 0722-1541
Thema:

Sexueller Missbrauch, Kinderschutz in der Medizin

Ausgabe: 2013: Heft 11 2013 (799-898)
Seiten: 848-855

Weiterbildungsbedarf im ärztlichen, psychotherapeutischen und pädagogischen Handlungsfeld im Umgang mit sexuellem Kindesmissbrauch

Ergebnisse einer deutschlandweiten Online-Befragung

H. Liebhardt (1), E. König (1), U. Hoffmann (1), J. Niehues (1), J. Rittmeier (1), J. M. Fegert (1)

(1) Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie/Psychotherapie des Universitätsklinikums Ulm

Stichworte

sexueller Kindesmissbrauch, E-Learning, Fortbildungsbedarf, Präventionsprogramm

Zusammenfassung

In einer Online-Befragung im Frühjahr 2012 wurden 1 081 Berufstätige aus medizinisch-psychotherapeutischen und pädagogischen Handlungsfeldern zu ihrem Aus-, Fort und Weiterbildungsbedarf in Bezug auf die Thematik sexueller Kindesmissbrauch und zur Lehrmethode E-Learning befragt. Die meisten berichteten über Erfahrung mit Fällen von sexuellem Kindesmissbrauch und Unsicherheiten in der Gesprächsführung mit betroffenen Kindern und Jugendlichen bzw. mit Eltern, Unsicherheiten mit rechtlichen Vorgaben und dem Erkennen von Auffälligkeiten und Hinweiszeichen und sehen darin ihren Bildungsbedarf. Die Lehrmethode E-Learning wird als flexibles Lernmedium generell zwar begrüßt, dennoch werden einschränkend die erhöhte Selbstmotivation und der fehlende persönliche Austausch kritisiert. Als Fazit kann festgehalten werden, dass eine grundlegende und kontinuierliche Aus-, Fort- und Weiterbildung im Umgang mit Fällen von sexuellem Kindesmissbrauch für medizinische Berufsgruppen notwendig ist und dass E-Learning in einem vielfältigen Angebotsspektrum eine geeignete Lehrform darstellen kann.

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