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Vermeidung von Viktimisierung, Prävention durch bessere Information

Zeitschrift: Nervenheilkunde
ISSN: 0722-1541
Thema:

Sexueller Missbrauch, Kinderschutz in der Medizin

Ausgabe: 2013: Heft 11 2013 (799-898)
Seiten: 819-825

Vermeidung von Viktimisierung, Prävention durch bessere Information

H. Zollner (1), K. A. Fuchs (1), J. M. Fegert (2)

(1) Pontificia Università Gregoriana; (2) Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie, Universität Ulm

Stichworte

Prävention, Wirksamkeit, Sexueller Missbrauch, Evaluierung

Zusammenfassung

Sexueller Missbrauch kann zu massiven, zum Teil lebenslangen Belastungen führen und ist ein schwerwiegendes (Gesundheits-)Problem auf individueller, familialer und gesellschaftlicher Ebene. Deshalb sind Präventionsmaßnahmen auf verschiedenen Ebenen unerlässlich. Um sexuellen Missbrauch von Minderjährigen nachhaltig reduzieren zu können, müssen neben Kindern und Jugendlichen auch Erwachsene in Präventionsbemühungen miteinbezogen werden. Ferner gilt es, gesellschaftliche Normen, Strukturen und Wertvorstellungen sowie die jeweilige Gesetzgebung so zu beeinflussen, dass Täter und deren Verhalten nicht mehr geschützt werden. In den vergangenen Jahrzehnten wurden zahlreiche Programme für unterschiedliche Zielgruppen entwickelt. Viele dieser Programme haben sich teilweise als wirksam erwiesen. Dennoch herrscht kein Konsens darüber, was wissenschaftlich als wirksam angesehen werden kann. Dies liegt zum einen an den Unstimmigkeiten in den Definitionen, zum anderen daran, dass in einem gewissen politischen Aktionismus die Evaluierung von Präventionsmaßnahmen nur wenig beachtet wurde.

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