Anzeige

Gesamtübersicht

Kamptokormie, Anterocollis und Pisa-Syndrom bei Parkinson

Zeitschrift: Nervenheilkunde
ISSN: 0722-1541
Thema:

Morbus Parkinson

Ausgabe: 2015: Heft 3 2015 (117-224)
Seiten: 138-143

Kamptokormie, Anterocollis und Pisa-Syndrom bei Parkinson

Fokus Physiotherapie: Erscheinungsbild und Intervention

F. E. Schroeteler (1)

(1) Abteilung Neurologie und klinische Neurophysiologie, Zentrum für Parkinson-Syndrome und Bewegungsstörungen, Schön Klinik, München Schwabing

Stichworte

Physiotherapie, Parkinson-Syndrom, Krafttraining, extreme Haltungsstörung, propriozeptives Training

Zusammenfassung

Kamptokormie, Anterocollis und Pisa-Syndrom sind selten auftretende Plussymptome im Krankheitsverlauf des idiopathischen Parkinson-Syndroms und bei atypischen Formen. Sie unterscheiden sich von der klassischen Beugehaltung bei Parkinson vor allem dadurch, dass sie in Rückenlage spontan und zumeist vollständig aufgehoben sind. Die Ätiologie ist nicht abschließend geklärt. Schwere axiale Fehlhaltungen unterliegen dringendem therapeutischen Handlungsbedarf, denn sie erschweren die motorische Selbstständigkeit, erhöhen die Sturzgefahr, stigmatisieren und verursachen teilweise erhebliche Rückenschmerzen. Klinische Verbesserungen dieser Fehlhaltungen lassen sich durch muskuläres Krafttraining der Rücken-, bzw. Nacken- oder Hüftextensoren erreichen. Tendenziell ist dies in Kombination mit einem aktiven, propriozeptiven Training für die eigene Vertikalisierung noch effektiver.

Artikel, die Sie auch interessant finden könnten...

1.
K. Ziegler

Nervenheilkunde 2007 26 12: 1088-1094

2.
Fokus Physiotherapie

K. Ziegler (1), A. Ceballos-Baumann (1)

Nervenheilkunde 2014 33 1-2: 42-48

3.
T. Theodoridis 3, J. Griebel 2, J. Krämer1

Nervenheilkunde 2008 27 4: 274-276