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E-Health in der Physiotherapie bei Parkinson-Patienten

Zeitschrift: Nervenheilkunde
ISSN: 0722-1541
Thema:

Morbus Parkinson

Ausgabe: 2015: Heft 3 2015 (117-224)
Seiten: 129-137

E-Health in der Physiotherapie bei Parkinson-Patienten

Verbesserung von Gleichgewicht und Gangstörung

K. Ziegler (1)

(1) Abteilung Neurologie und klinische Neurophysiologie, Zentrum für Parkinson-Syndrome und Bewegungsstörungen, Schön Klinik, München Schwabing

Stichworte

motorisches Lernen, Balance, Gangstörung, Stürze, virtuelle Realität, E-Health, Feedback, intelligentes Cueing, Exergaming

Zusammenfassung

Für Parkinson-Patienten sind aufgrund der Basalganglienerkrankung Ausführung und Erwerb automatischer Bewegungen schwierig. Gehen und Balance sind besonders betroffen, was die Sturzgefahr erhöht und die Lebensqualität reduziert. Bildgebende Verfahren ermöglichen den Nachweis, dass bei Parkinson-Patienten in frühen Erkrankungsstadien Neuroplastizität als Basis für motorisches Lernen möglich ist. Bewegungslernen gelingt durch intensives, aufgabenspezifisches Üben unter kognitiver Beteiligung, ausgelöst durch Feedback. Feedback kann heute elektronisch unterstützt in Echtzeit während der Bewegung gegeben werden. In eine virtuelle Realität eingebunden, können Patienten damit bei digitalen Spielen, wie Nintendo Wii oder Kinect™ Adventure!, ihr Gleichgewicht trainieren bzw. in virtueller Umgebung auf dem Laufband (V-Time) das Gehen in ablenkenden, alltagsrelevanten Situationen verbessern. Feedback in Form von intelligentem Cueing hilft, die Gangparameter zu korrigieren und motorische Blockaden zu überwinden. Dieser Artikel fasst Basalganglienfunktion und Fähigkeit zum motorischen Lernen zusammen, und stellt die elektronisch unterstützten Möglichkeiten (E-Health) zur Therapie von Gleichgewicht und Gangstörung in der Physiotherapie vor.

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