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Führt eine niedrigschwellige Psychoedukation in der Schule zu einer Reduktion von Kopfschmerzen?

Zeitschrift: Nervenheilkunde
ISSN: 0722-1541
Thema:

Kopfschmerzen bei Kindern und Jugendlichen

Ausgabe: 2015: Heft 8 2015 (585-672)
Seiten: 628-631

Führt eine niedrigschwellige Psychoedukation in der Schule zu einer Reduktion von Kopfschmerzen?

A. Straube (1), L. Albers (2), F. Heinen (3), M. N. Landgraf (3), B. Blum (1), F. Filippopulos (1), S. Lehmann (2), R. von Kries (2)

(1) Neurologische Klinik der Ludwig-Maximilians-Universität München, Klinikum Großhadern; (2) Institut für soziale Pädiatrie und Jugendmedizin, Abteilung Epidemiologie, Ludwig-Maximilians-Universität München; (3) Pädiatrische Neurologie, Entwicklungsneurologie und Sozialpädiatrie der Ludwig-Maximilians-Universität München, Dr. von Haunersches Kinderspital, München

Stichworte

Schüler, Kopfschmerzen, minimale Intervention, Besserung

Zusammenfassung

80% der Schüler berichten über Kopfschmerzen im Laufe von 90 Tagen. Eine frühe Erkrankung an häufigen Kopfschmerzen bedingt eine höhere Wahrscheinlichkeit auch später im Erwachsenenalter an Kopfschmerzen zu leiden. Es ist deshalb sinnvoll, über Möglichkeiten einer Prävention von Kopfschmerzen im Schulalter nachzudenken. In der vorliegenden Übersicht werden die Ergebnisse von Studien, die die Umsetzbarkeit von meist psychologischen Interventionen wie Entspannungsübungen, Verhaltenstherapie oder Psychoedukation über Kopfschmerzen untersuchten, vorgestellt. Meist relativ kleine Studien weisen darauf hin, dass internetbasierte Verfahren oder Programme, die vorwiegend auf Selbststudium basieren, zu einer signifikanten Besserung führen. Vor diesem Hintergrund führten wir eine Studie zu dem Einfluss einer einstündigen Psychoedukation über Risikofaktoren, den Zusammenhang zu Muskelspannung der perikraniellen Muskulatur mit Demonstration von Dehnübungen und Wachheit gegenüber Stressoren durch. Diese bei 12 bis 19 Jahre alten Schülern durchgeführte Studie konnte zeigen, dass niedrigschwellige Intervention zur signifikanten Reduktion von Kopfschmerzen in der Gruppe führte, ein auch noch nach 7 Monaten nachweisbarer Effekt. Der Ansatz, über eine Gesundheitsaufklärung in der Schule, eine nachhaltige Besserung der Kopfschmerzen zu erreichen, wird mit unseren aktuellen Daten unterstützt.

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