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Schreibstörungen bei Morbus Parkinson

Zeitschrift: Nervenheilkunde
ISSN: 0722-1541
Thema:

Aus dem klinischen Alltag einer Parkinson-Fachklinik

Ausgabe: 2016: Heft 4 2016 (177-280)
Seiten: 190-196

Schreibstörungen bei Morbus Parkinson

Erscheinungsbild und Therapie

W. Renzi (1)

(1) Abteilung Neurologie und klinische Neurophysiologie, Zentrum für Parkinson-Syndrome und Bewegungsstörungen, Schön Klinik München Schwabing

Stichworte

Parkinson-Syndrom, Mikrografie, Feedback, Handschrift, Schreibtraining, grafisches Tablett, visuelles Cueing

Zusammenfassung

Die Beeinträchtigung der Handschrift stellt ein häufig auftretendes Symptom im Krankheitsverlauf von Parkinson-Syndromen dar. Aufgrund der Basalgangliendegeneration sind automatische Schreibbewegungen erschwert, oftmals sind Mikrografie, Veränderungen der Schreibgeschwindigkeit und -beschleunigung sowie der Schreibflüssigkeit erkennbar. Zu den Einflussfaktoren auf schreibmotorische Leistungen zählen das Alter, gleichzeitige Dual-Task-Aufgaben sowie feinmotorische Leistungen. Einen alltagsrelevanten Effekt auf die Fähigkeit zu schreiben zeigen dopaminerge Medikamente sowie neurostimulative Verfahren wie die tiefe Hirnstimulation und repetitive transkranielle Magnetstimulation. Speziell auf eine Verbesserung schreibmotorischer Leistungen im klinischen Alltag zielt ergotherapeutisches Schreibtraining anhand Erprobung individueller Strategien. Computergestützte Bewegungsanalysen wie mit der Software CSWin ermöglichen dabei eine detaillierte Analyse von Schreibstörungen und deren gezielte Therapie. Ein positiver Effekt auf schreibmotorische Leistungen von Parkinson-Patienten konnte durch den Einsatz visueller Hinweisreize (Cues) sowie externen Feedbacks aufgezeigt werden.

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