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Besondere Fragestellungen in der Begutachtung und im Schutz von Folteropfern

Zeitschrift: Nervenheilkunde
ISSN: 0722-1541
Thema:

Kulturelle Kompetenz im klinischen Alltag Teil 2

Ausgabe: 2017: Heft 8 2017 (583-682)
Seiten: 599-607

Besondere Fragestellungen in der Begutachtung und im Schutz von Folteropfern

T. Wenzel (1), H. Graf von Reventlow (2)

(1) WPA Section Sequels to Persecution and Torture and Dep. Psychiatry and Psychotherapy. Medical University of Vienna, Austria; (2) NEXUS-Klinik, Hermann-Sielcken-Straße 80, Baden-Baden, Germany

Stichworte

Menschenrechte, Begutachtung, Flüchtling, Folter

Zusammenfassung

Die medizinische und psychiatrische Betreuung von Flüchtlingen ist zu einer globalen Herausforderung geworden. Spezielle Behandlung, Unterstützung und Schutz sind aufgrund der von vielen gemachten Gewalterfahrungen und den daraus resultierenden psychischen Folgen bei vielen Betroffenengruppen erforderlich. Folterüberlebende sind dabei aufgrund der oft schweren psychologischen Traumatisierung als besondere Gruppe zu berücksichtigen. Ihnen steht nach internationalen ethischen und Menschenrechtsstandards besonderer Schutz zu. Hierbei ist es nötig, Betroffene früh während des Aufnahmeprozesses zu identifizieren, und diesen besonderen Schutz sowie weitere spezielle Hilfe zu gewähren. Dies erfordert einen interdisziplinären Ansatz unter Berücksichtigung besonderer rechtlicher und menschenrechtlicher Rahmenbedingungen. Bei der Begutachtung sind bezüglich Überlebenden von Folter besondere Aspekte zu berücksichtigen, die im „Istanbul Protokolls“ der Vereinten Nationen festgelegt sind.

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