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Der neuropathische Fußschmerz und seine Differenzialdiagnosen

Zeitschrift: Nervenheilkunde
ISSN: 0722-1541
Thema:

Kulturelle Kompetenz im klinischen Alltag Teil 2

Ausgabe: 2017: Heft 8 2017 (583-682)
Seiten: 634-645

Der neuropathische Fußschmerz und seine Differenzialdiagnosen

Eine klinische und pathophysiologische Übersicht

W. Hermann (1), C. Tinta (2)

(1) Universität Leipzig, Klinik und Poliklinik für Neurologie; (2) Neurologie, SRO AG Langenthal, Schweiz

Stichworte

Polyneuropathie, Erythromelalgie, Fußschmerz, Nn. tibialis et peronaeus communis, Engpasssyndrome

Zusammenfassung

Der menschliche Fuß hat sich zu einem Stützfuß entwickelt. Dafür bilden seine Strukturen ein elastisches Gewölbe, das ausdauernd Stand und Gang ermöglicht. Nerval wird der Fuß vom Plexus sacralis über den N. ischiadicus versorgt. Dieser teilt sich in den N. peronaeus communis für die dorsalen und den N. tibialis vorrangig für die plantaren Strukturen. Erkrankungen wie Polyneuropathie, Erythromelalgie, CRPS und RLS sind mit Schmerzen verbunden. Reizungen bei Engpasssyndromen, Morton-Metatarsalgie, Baxter-Neuralgie, Joplin-Neurom und L5/S1-Syndrom führen zu neuropathischen Beschwerden. Störungen muskulärer und nervaler Strukturen können durch Dystonie, Spastik und Krampi ebenfalls Fußschmerzen verursachen. Nicht neurologische Ursachen betreffen primär Haut- und Nagelläsionen, Sehnen- und Perioststörungen, Knochen- und Gelenkerkrankungen sowie Gefäßprozesse. Die Kenntnis der nervalen Topografie ist für die Differenzialdiagnostik notwendig sowie Grundlage für die Untersuchungsplanung und Befundinterpretation. Neben einer speziellen Therapie muss die rasche Diagnostik gefährliche Erkrankungen hinsichtlich drohendem Mobilitätsverlust oder Lebensgefahr erkennen.

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