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Umgang mit selbstverletzendem Verhalten, Suizidalität und manipulativer Suizidalität

Zeitschrift:Nervenheilkunde
ISSN:0722-1541
Ausgabe:2010: Heft 9 2010 (501-608)
Seiten:565-570

Umgang mit selbstverletzendem Verhalten, Suizidalität und manipulativer Suizidalität

Stationäre Behandlung von Patientinnen mit Borderline-Persönlichkeitsstörung

T. Steinert (1), S. Tschöke (1), C. Uhlmann (1)

(1) Zentrum für Psychiatrie Südwürttemberg, Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie I der Universität Ulm

Zusammenfassung

Selbstverletzendes Verhalten ist bei Patientinnen mit Borderline-Persönlichkeitsstörung häufig und kann viele psychische, soziale und zum Teil auch neurobiologische Funktionen erfüllen. Suizidversuche sind ebenfalls häufig und indizieren ein erhöhtes Suizidrisiko. Bis zu 10% der Patientinnen versterben an Suizid, der Anteil an allen Suiziden wird zwischen 9 und 33% geschätzt. Suizidalität ist deshalb der typische Einweisungsgrund für eine stationäre Behandlung. Trotz des im Langzeitverlauf erhöhten Suizidrisikos muss die Indikation für eine stationäre Behandlung kritisch beurteilt werden. Regressive Tendenzen mit manipulativer Suizidalität, gehäuften Selbstverletzungen und Abgabe von Selbstverantwortung werden gefördert, wenn es nicht gelingt, eine Behandlungsstrategie zur Stärkung der Eigenverantwortung zu etablieren. Diesbezügliche Empfehlungen werden aus den klinischen Erfahrungen einer Kriseninterventionsstation abgeleitet.

Stichworte

Behandlung, Borderline-Persönlichkeitsstörung, Krisenintervention, Manipulative Suizidalität

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