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Marginalisierung von kulturellen Faktoren im ICD-10

Zeitschrift: Nervenheilkunde
ISSN: 0722-1541
Thema:

Akkulturationsstrategien von Migranten, aktuelle Versorgungsaspekte und gesundheitliche Perspektiven

Ausgabe: 2014: Heft 6 2014 (405-492)
Seiten: 455-458

Marginalisierung von kulturellen Faktoren im ICD-10

Revisionsbedarf im ICD-11

H.-J. Assion (1), I. T. Calliess (2)

(1) LWL-Klinik Dortmund; (2) Zentrum Transkulturelle Psychiatrie & Psychotherapie, Klinikum Wahrendorff Sehnde/Hannover

Stichworte

Migration, Kultur, DSM-V, ICD-11, Psychiatrische Diagnose

Zusammenfassung

In dem internationalen Klassifikationssystem ICD-10 haben ethnische und kulturelle Faktoren noch eine geringe Bedeutung. Als Zusatzklassifikation werden sie unter anderen sozialen Belastungsfaktoren ausgewiesen: Das wird der Relevanz dieser Aspekte im Versorgungsalltag nicht gerecht. Der hohe Anteil von Menschen mit Migrationserfahrung und die Begegnung der verschiedenen Kulturen in modernen Gesellschaften erfordert die Beachtung von ethnischen Einflussfaktoren auf die Symptompräsentation von psychischen Störungen und deren Therapie. Der Beitrag geht auf das Erfordernis ein, entsprechend den innovativen Schritten im DSM-V, auch in der Neuauflage des ICD-11, kulturbezogene diagnostische Hinweise einzuarbeiten.

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