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Dreierkombination (Thomapyrin® ) ist wirksamer bei Kopfschmerzen als Monosubstanzen und Zweierkombination

Zeitschrift: Nervenheilkunde
ISSN: 0722-1541
Thema:

Neurobiologie in der Klinik II

Ausgabe: 2005 (Vol. 24): Heft 7 2005 (547-666)
Seiten: 626-

Dreierkombination (Thomapyrin® ) ist wirksamer bei Kopfschmerzen als Monosubstanzen und Zweierkombination

H. C. Diener 1, V. Pfaffenrath 2, L. Pageler 1, H. Peil 3, B. Aicher 3
1 Neurologische Klinik, Universitätsklinikum Essen, 2 Neurologische Praxis, München 3 Boehringer Ingelheim Pharma GmbH & Co. KG, Ingelheim

Stichworte

Paracetamol, Migräne, Kopfschmerz, episodische Kopfschmerzen vom Spannungstyp, Kombinationsanalgetika, Azetylsalizylsäure, Koffein

Zusammenfassung

Die Wirksamkeit, Sicherheit und Verträglichkeit einer Einzelgabe von zwei Tabletten der fixen Dreierkombination mit 250 mg Azetylsalizylsäure (ASS) plus 200 mg Paracetamol plus 50 mg Koffein (Thomapyrin® ) gegenüber zwei Tabletten mit 500 mg ASS, oder zwei Tabletten mit 500 mg Paracetamol, oder zwei Tabletten mit 50 mg Koffein beziehungsweise Plazebo wurde in einer klinischen Studie an 1 743 Patienten geprüft, die ihre episodischen Kopfschmerzen vom Spannungstyp oder ihre Migräne mit und ohne Aura üblicherweise erfolgreich mit verschreibungsfreien Analgetika behandeln. Die Dreierkombination war im a priori definierten primären Endpunkt “Zeit bis zu 50% Schmerzreduktion” sowohl der Zweierkombination aus ASS plus Paracetamol (p = 0,0181), als auch den Monoanalgetika ASS (p = 0,0398) und Paracetamol (p = 0,0016), sowie auch der Monotherapie mit Koffein (p < 0,0001) und Plazebo (p < 0,0001) überlegen. Alle Behandlungen außer der Koffein-Monotherapie waren der Plazebobehandlung überlegen (p < 0,0001). Die überlegene Wirksamkeit der Dreierkombination gilt auch für alle sekundären Endpunkte wie beispielsweise der “Verringerung der Kopfschmerzen auf 10 mm VAS (visual analog scale = visuelle Analogskala zur Schmerzmessung), dem gewichteten % SPID (sum of pain intensity difference = aufsummierte Schmerzintensitätsdifferenz gegenüber dem Ausgangsschmerz in Prozent), dem Ausmaß der Beeinträchtigung der alltäglichen Aktivitäten und der globalen Beurteilung der Wirksamkeit durch die Patienten. Alle Behandlungen waren gut verträglich, die Inzidenz von unerwünschten Begleiterscheinungen war gering.

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