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Schlafstörungen bei der Parkinson-Krankheit

Zeitschrift: Nervenheilkunde
ISSN: 0722-1541
Thema:

Kulturelle Kompetenz im klinischen Alltag Teil 1

Ausgabe: 2017: Heft 7 2017 (495-582)
Seiten: 541-549

Schlafstörungen bei der Parkinson-Krankheit

M. Hahne (1), W. H. Jost (2), D. Hartmann (1), B. Griewing (1), M. Keidel (1)

(1) Neurologische Klinik Bad Neustadt, Akademisches Lehrkrankenhaus der Philipps Universität Marburg; (2) Zentrum für Bewegungsstörungen, Parkinsonklinik Ortenau

Stichworte

Restless-legs-Syndrom, Parkinson-Krankheit, Schlafstörung, REM-Schlaf-Verhaltensstörung, Insomnie, nicht motorische Symptome, exzessive Tagesmüdigkeit, Schlafapnoe-Syndrom

Zusammenfassung

Schlafstörungen gehören zu den häufigsten nicht motorischen Symptomen bei der Parkinson-Krankheit. In zahlreichen Fällen ist auch die Vigilanz am Tag mit verstärkter Einschlafneigung und Tageschläfrigkeit gestört. Pathophysiologisch liegen überwiegend non-dopaminerg vermittelte Störungen und Fehlsteuerungen von im Hirnstamm lokalisierten Neurotransmitterneuronen und den nachgeschalteten Regelkreisen vor. Die Ursachen sind multifaktoriell und überlappen sich nicht selten. Im Vordergrund stehen primäre krankheitsimmanente Ursachen einschließlich psychiatrischer und urologischer nicht motorischer Symptome, hypo- oder hyperdopaminerge Phasen meist im Rahmen der Medikation, nächtliche Schmerzen unterschiedlicher Genese sowie Komorbiditäten wie Restless-legs-Syndrom, REM-Schlaf-Verhaltensstörung oder ein Schlafapnoe-Syndrom. Entsprechend den vielfältigen und häufig gegenseitig überlappenden Ursachen ist die Therapie auszurichten. Die ursachenbezogene Differenzialdiagnostik und damit die richtige Therapie stellen für den Arzt eine besondere Herausforderung dar. Idealerweise kann die Abklärung durch Patientenselbstbeurteilungsbögen und durch apparative Messverfahren wie Schlafapnoe-Screening oder Polysomnografie ergänzt werden. Schlafstörungen nachts oder ausgeprägte Tageschläfrigkeit beeinflussen die Lebensqualität von Patient und/oder Betreuer in zum Teil beträchtlichem Ausmaß.

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