Tiefe Hirnstimulation bei idiopathischem Parkinson-Syndrom und essenziellem Tremor Grundlagen, Indikationsstellung, peri- und intraoperatives Vorgehen, Psychosomatik und Rehabilitation
A. M. Frank 1 , A. Ceballos-B
1 Neurochirurgische Klinik und Poliklinik der Technischen Universität München (Direktorin: Univ. Prof. Dr. A. E. Trappe) 2 Abteilung Neurologie und klinische Neurophysiologie, Neurologisches Krankenhaus München, Zentrum für Parkinson und Bewegungsstöru
Zusammenfassung
Die tiefe Hirnstimulation als stereotaktisches Verfahren hatin kurzer Zeit einen festen Platz in der Therapie des fortgeschrittenenidiopathischen Parkinson-Syndroms (IPS)und der funktionell beeinträchtigenden Tremor-Formen erhalten.Trotz differenzierter medikamentöser Therapie undder Entwicklung neuer Medikamente kommt es im Verlaufdes IPS zu Wirkfluktuationen und Nebenwirkungen, diedurch die tiefe Hirnstimulation bei eindeutig L-DOPA-responsivenPatienten wirksam gebessert werden können.Auch ist die tiefe Hirnstimulation wirksam bei essenziellemTremor. Ziel dieser Übersicht ist es, die wesentlichen Grundlagenund die Rationale der tiefen Hirnstimulation sowiedie Indikationsstellung für dieses aufwendige und invasivetherapeutische Verfahren zu erklären und das peri-, intraundpostoperative Vorgehen sowie psychiatrische, psychosomatischeund rehabilitative Aspekte zu skizzieren. Stichworte
Dopaminergika, Tiefe Hirnstimulation, Stereotaxie, idiopathisches Parkinson- Syndrom, Tremor