Nervenheilkunde Nervenheilkunde nhk de-de http://www.schattauer.de/rss.html Wed, 26 Apr 17 23:24:41 +0200 http://www.schattauer.de/uploads/pics/rss.jpg Editorial: Digital 0.0 http://www.schattauer.de/t3page/1214.html?manuscript=27363 M. Spitzer 27363 2017-03-28 15:01:09 Geist & Gehirn: „Du machst mich krank!“ http://www.schattauer.de/t3page/1214.html?manuscript=27364 M. Spitzer 27364 2017-03-28 15:01:09 Zu diesem Heft: Suizidales Verhalten: Einblicke in eine „Black Box“ http://www.schattauer.de/t3page/1214.html?manuscript=27365 W. P. Kaschka 27365 2017-03-28 15:01:09 Pädophilie – Das Präventionsprojekt „kein täter werden“ am Standort Ulm http://www.schattauer.de/t3page/1214.html?manuscript=27366 Das Projekt „kein täter werden“ (ktw) wurde am Institut für Sexualwissenschaft und Sexualmedizin der Berliner Charité ins Leben gerufen. Seit 2014 existiert in Ulm der südlichste Standort als Ableger des Projektes. Ziel des Standortes ist es, auch im südlichen Raum, Personen mit pädophilen beziehungsweise hebephilen Neigungen therapeutische Hilfe anzubieten, um mit der sexuellen Präferenz leben und besser zurecht kommen zu lernen, und so der Gefahr sexueller Übergriffe an Kindern zu begegnen. Seit der Eröffnung erfolgten zahlreiche Kontaktaufnahmen durch Betroffene, Angehörige und sonstige Interessierte, welche beraten und informiert wurden. Darüber hinaus wurden Diagnostiktermine vergeben, therapeutische Empfehlungen gegeben und bei Passung in einzel- oder gruppentherapeutische Angebote integriert. Nach zwei Jahren werden die ersten Ergebnisse dieser Arbeit vorgestellt. E. Quendler (1), M. Kempf (1), J. Schreijäg (1), H. Gündel (1) 27366 2017-03-28 15:01:09 Die Einschätzung des Suizidrisikos http://www.schattauer.de/t3page/1214.html?manuscript=27357 Bei weltweit jährlich annähernd einer Million Todesfällen durch Suizid stellt suizidales Verhalten eine der größten Herausforderungen an die öffentlichen Gesundheitssysteme moderner Gesellschaften dar. Unter präventiven Gesichtspunkten kommt deshalb der Einschätzung des individuellen Suizidrisikos zu beliebigen Zeitpunkten erhebliche Bedeutung zu. Der vorliegende Beitrag gibt eine Übersicht über die enorme Komplexität dieses Problems, das nicht befriedigend gelöst wurde, und zeigt auf, dass ein integrierter Ansatz, der nicht nur klinische und psychosoziale, sondern auch aktuelle neurobiologische Erkenntnisse berücksichtigt, sich als vielversprechend erweist und Fortschritte – auch in präventiver Hinsicht – erwarten lässt. W. P. Kaschka (1), M. Jandl (2), J. Steyer (3), S. Hodgkinson (1) 27357 2017-03-28 15:01:08 Aspekte der Genetik, Epigenetik und Gen-Umwelt-Interaktion bei suizidalem Verhalten http://www.schattauer.de/t3page/1214.html?manuscript=27358 Suizidalem Verhalten liegt ein komplexes Zusammenspiel von vielen Faktoren zugrunde. Es wirken unterschiedliche Risiken zusammen, wie psychiatrische Erkrankungen, Persönlichkeitsparameter (z. B. Aggression, Impulsivität, Neurotizismus), schwere Kindheitstraumata, chronische Erkrankungen, soziale Faktoren (z. B. Arbeitslosigkeit, fehlendes soziales Netz, traumatische Lebensereignisse), kognitive Flexibilität sowie neurobiologische und genetische Faktoren. Dabei fungieren die letzteren im Sinne prädisponierender Risikofaktoren in Wechselwirkung mit Umweltfaktoren. Im Folgenden sollen die konsistentesten genetischen Befunde zusammengefasst werden. Insbesondere wird auf die familiäre Häufung suizidalen Verhaltens sowie auf die geschätzte Heritabilität von ca. 40–55% eingegangen. Darüber hinaus werden Kandidatengenstudien insbesondere aus dem Feld des serotonergen Systems vorgestellt, neuere genomweite Assoziationsstudien diskutiert sowie Gen-Umwelt-Analysen und epigenetische Ansätze beleuchtet.... I. Giegling (1), D. Rujescu (1) 27358 2017-03-28 15:01:08 Suizidalität im Kindes- und Jugendalter http://www.schattauer.de/t3page/1214.html?manuscript=27359 Suizidales Verhalten hat einen ersten Häufigkeitsgipfel in der Adoleszenz. Trotz der im Vergleich zum Erwachsenenalter geringeren Suizidprävalenz, werden Suizidgedanken von etwa einem Drittel und Suizidversuche von 6–9% der Jugendlichen in Deutschland beschrieben. Risikofaktoren mit besonderer Relevanz für das Jugendalter umfassen Mobbing, psychische Erkrankungen, familiäre Konflikte, Konflikte in romantischen Liebesbeziehungen und nicht suizidales Selbstverletzendes Verhalten. In der Psychotherapie ist in dieser Altersgruppe vor allem der Einbezug des familiären Umfelds essenziell, während keine Evidenz für eine spezifische psychopharmakologische Behandlung suizidalen Verhaltens existiert. Die Wirksamkeit suizidpräventiver Maßnahmen im Jugendalter konnte auf verschiedenen Ebenen demonstriert werden. P. L. Plener (1), R. C. Groschwitz (1), N. D. Kapusta (2) 27359 2017-03-28 15:01:08 Understanding Suicide Terrorism http://www.schattauer.de/t3page/1214.html?manuscript=27360 As a terror tactic, suicide terrorism is one of the most lethal as it relies on a human being to deliver and detonate the device. Suicide terrorism is not confined to a single region or religion. On the contrary, it has a global appeal, and in countries such as Syria, Iraq, Afghanistan, and Pakistan it has come to represent an almost daily reality as it has become the weapon of choice for some of the most dreaded terrorist organizations in the world, such as ISIS and al-Qaeda. Drawing on over two decades of extensive field research in five distinct world regions, specifically the Middle East, Western Europe, North America, Russia, and the Balkans, the author discusses the origins of modern day suicide terrorism, motivational factors behind suicide terrorism, its global migration, and its appeal to modern-day terrorist groups to embrace it as a tactic. A. Speckhard (1) 27360 2017-03-28 15:01:08 Suizidales Verhalten aus anthropologischer Sicht http://www.schattauer.de/t3page/1214.html?manuscript=27361 Einleitung: Die Literatur der letzten Jahrzehnte über Suizid und suizidales Verhalten war vorwiegend geprägt von psychiatrischen Forschungsergebnissen zu Epidemiologie, klinischen Fragen sowie präventiven Maßnahmen. Ergebnisse aus der humanistischen Forschung könnten aber eine Befruchtung der Reflexion über die anthropologische Bedeutung des Suizids leisten. Fragestellung und Methode: Es wird der Frage nachgegangen, ob zwischen einem philosophischen und einem medizinischen Paradigma des Suizids eine Ausschließlichkeit besteht oder aber eine Vereinbarkeit realisierbar ist. Dabei werden verschiedene Quellen als Ausgangspunkt für die Formulierung des jeweils psychiatrischen und philosophischen Paradigmas erörtert. Eine anthropologische Position wird als Kompromissfindung exploriert. Exkurs über die Auseinandersetzung mit der Legitimation eines ärztlich assistierten Suizids. Ergebnisse: Es lässt sich eine strenge wie auch eine moderate Position innerhalb beider Paradigmen formulieren. Eine Vereinbarkeit erfolgt über das Konzept des Menschenbildes, bestehend aus fünf Dimensionen. Die Formulierung von fünf bei Arzt, Patient und Gesellschaft symmetrischen Gefühlen (Angst, Wut, Hilflosigkeit, Ambivalenz und Macht) könnten die Frage der Bedeutung der therapeutischen Beziehung im Umgang mit suizidgefährdeten Menschen, als eingebettet im Konzept des Menschenbildes, erhellen. Diskussion: Das psychiatrisch-medizinische Paradigma hat seine Berechtigung auf der ethisch unausweichlichen Handlungsebene, während das philosophische Paradigma hilfreich wird in der Reflexion über tragische Suizidkonstellationen, also abgekoppelt von durch Ungewissheit geprägten Handlungskonstellationen. Eine medizinanthropologische Position vermag über das Konzept des Menschenbildes und der therapeutischen Beziehung beide Paradigmen auf der Handlungsebene einigermaßen zu einer Kongruenz zu bringen. Die Frage der Legitimation von assistiertem Suizid verweist auf die Notwendigkeit von ärztlichen Antworten über das kurative Selbstverständnis der Ärzteschaft hinaus.... J. Valdés-Stauber (1) 27361 2017-03-28 15:01:08 Neuropsychological Correlates of Suicidal Behavior http://www.schattauer.de/t3page/1214.html?manuscript=27362 Cognitive theories of suicidal behavior postulate that the behavior of a suicidal individual stems from their irrational thoughts about negative and unpleasant events. Cognitive neuropsychology aims to understand how these (aberrant) cognitive processes relate to areas of the brain responsible for memory, speech, pattern recognition and problem-solving. Several neuropsychological correlates of suicidal behavior have been identified and a battery of neuropsychological tests have been used to compare individuals exhibiting suicidal behavior with those that do not. Drawing on the available research literature, we ask whether suicidal behavior has a distinct neuropsychological ’signature’ and if so, what this signature tells us about its aetiology. S. Hodgkinson (1), M. Jandl (2), W. P. Kaschka (1, 3) 27362 2017-03-28 15:01:08 Spezielle psychopharmakologische Therapie und Prophylaxe http://www.schattauer.de/t3page/1214.html?manuscript=27356 Suizidales Verhalten stellt ein häufiges Phänomen bei psychiatrischen Erkrankungen dar. Insbesondere Patienten mit affektiven Störungen haben ein erhöhtes Suizidrisiko. Die leitliniengerechte Versorgung affektiver Störungen ist für Ärzte, Pfleger, Psychologen und andere Berufsgruppen im Gesundheitswesen hochanspruchsvoll und bedarf pharmakotherapeutischer, psychotherapeutischer und pflegerischer Expertise sowie eines hohen Maßes an Empathie. Generell verfügen wir über pharmakologische Behandlungsmöglichkeiten, die effektiv in der Behandlung von psychiatrischen Erkrankungen eingesetzt werden können, mindestens genauso bedeutsam sind auch psychotherapeutische und soziotherapeutische Behandlungsansätze. In den letzten Jahren konnte eine andauernde Debatte über den potenziellen Einfluss antidepressiver Medikation auf Suizidalität verfolgt werden. Hierbei zeigte sich eine mangelnde Evidenz für die suizidprotektive Wirkung von Antidepressiva. Mögliche Gründe dafür liegen in methodischen Schwierigkeiten, dies zu untersuchen. Seit den frühen 1970er-Jahren haben eine große Anzahl von Studien einen suizidprotektiven Effekt von Lithium nachgewiesen. Für die Behandlung von schizophrenen Erkrankungen konnte ein solcher Effekt für Clozapin aufgezeigt werden. Der folgende Artikel gibt einen Überblick über den aktuellen Wissenstand bezüglich psychopharmakologischer Behandlungsmöglichkeiten von suizidalen Patienten.... U. Lewitzka (1), R. Haussmann (1), M. Bauer (1), J. Conell (1) 27356 2017-03-28 15:01:06 Fragen zum Thema „Spezielle psychopharmakologische Therapie und Prophylaxe“ http://www.schattauer.de/t3page/1214.html?manuscript=27355 27355 2017-03-28 14:51:13 Fragen zum Thema „Einschätzung des Suizidrisikos“ http://www.schattauer.de/t3page/1214.html?manuscript=27354 27354 2017-03-28 14:50:31 Evidenzbasierte Therapie des idiopathischen Normaldruckhydrozephalus http://www.schattauer.de/t3page/1214.html?manuscript=27292 Die klinische Forschung zum idiopathischen Normaldruckhydrozephalus erfolgt auf steigendem methodischem Niveau und ermöglicht die evidenzbasierte Therapie der Patienten. Die jährliche Inzidenz von Patienten mit einem diagnostizierten und therapierten idiopathischen Normaldruckhydrozephalus beträgt in den westlichen Ländern nach epidemiologischen Untersuchungen ca. 1/100 000 Einwohner. Non-invasive Methoden spielen in der Diagnostik eine zunehmend wichtigere Rolle, können allerdings die invasiven Methoden noch nicht ersetzen. Die grundsätzliche Effektivität von Liquorshunts zur Therapie des idiopathischen Normaldruckhydrozephalus konnte nachgewiesen werden. In weiteren Untersuchungen konnte gezeigt werden, dass die Komplikationsrate durch die Implantation von programmierbaren Ventilen mit Gravitationsventilen deutlich minimiert wird. Programmierbare Gravitationseinheiten wurden im Rahmen einer prospektiven Studie untersucht. Ihre Effektivität wird in einer prospektiv randomisierten Studie geprüft.... J. Lemcke (1), S. Rot (1), U. Meier (1) 27292 2017-03-02 14:00:22 Auswirkungen von Missbrauch, Misshandlung und Vernachlässigung im Kindesalter auf die psychische und... http://www.schattauer.de/t3page/1214.html?manuscript=27289 In der Gesamtbevölkerung stellen das Vorliegen einer Vorgeschichte von Vernachlässigung, Missbrauch oder Misshandlung im Kindes- und Jugendalter keineswegs seltene Phänomene dar. So werden schwere körperliche Misshandlungen von etwa 3%, sexueller Missbrauch von etwa 2%, schwere emotionale Vernachlässigung von knapp 7% und schwere körperliche Vernachlässigung von knapp 11% der Allgemeinbevölkerung in Deutschland berichtet. Wie die Forschungslage zeigt, werden durch das Erleben solcher Ereignisse in der Kindheit langdauernde Prozesse in Gang gesetzt, die im Erwachsenenalter zu psychischen oder physischen Folgeschäden führen können. Im Rahmen eines selektiven Reviews soll die aktuelle Literatur zu dieser Thematik aufgearbeitet werden. Studien, die vor allem innerhalb der letzten 10 Jahre publiziert wurden, zeigen sowohl funktionelle wie auch hirnmorphologische Veränderungen, die vor allem in Bereichen des emotionalen Erlebens und der emotionalen Regulation zu Veränderungen führen. Zusätzlich mehren sich die Hinweise für negative Konsequenzen auch auf somatischer Ebene. So konnten wiederholt Zusammenhänge mit chronischen Krankheiten gezeigt werden, wobei vor allem eine Einflussnahme über unser stressverarbeitendes System als mögliche Ursache diskutiert wurden. In Modellrechnungen wurde ein gesamtwirtschaftlicher Schaden von etwa 11 bis 30 Milliarden Euro pro Jahr als Folge von Vernachlässigung, Missbrauch und Misshandlung im Kindesalter errechnet. Der Prävention solcher Ereignisse sowie der frühzeitigen Erkennung und Behandlung kommt damit eine wesentliche gesellschaftliche Dimension zu.... P. L. Plener (1, 2), A. Ignatius (2, 3), M. Huber-Lang (2, 4), J. M. Fegert (1, 2) 27289 2017-03-02 13:40:46 Dazugehören! http://www.schattauer.de/t3page/1214.html?manuscript=27290 Die Verbesserung von Teilhabe ist zentraler Bestandteil sowohl der UN-Behindertenrechtskonvention als auch der UN-Kinderrechtskonvention. Zentrale Aspekte für Inklusion und Teilhabe sind die Lebensbereiche von Kindern, wie Schule, Einbindung in Freundesbeziehungen und Familie. Derzeit sind in Deutschland die Anspruchsgrundlagen für Maßnahmen zur Reduzierung der Teilhabebeeinträchtigung in den Sozialgesetzbüchern niedergelegt. Dies führt zu Problemen in der Praxis, da Kinder oft mehrfachbehindert sind, und kann für Familien bei der Erlangung von Hilfen schwierig sein. Es wird eine gesetzliche Veränderung diskutiert, die alle Leistungen für alle behinderten Kinder und Jugendlichen unter dem Dach der Jugendhilfegesetzgebung vereint. Die Teilhabebeeinträchtigung muss umfassend strukturiert, aber auch wissenschaftlich evaluiert erfasst werden. Im Beitrag werden einige verwendete Instrumente vorgestellt. J. M. Fegert (1), M. Kölch (2) 27290 2017-03-02 13:40:46 ASpeKT – Schnittstellenkoordination bei psychisch erkrankten Kindern und Teenagern http://www.schattauer.de/t3page/1214.html?manuscript=27291 Gegenstand und Ziel: Schnittstellen zwischen stationärer Krankenhausversorgung und außerklinischen Strukturen stellen oftmals Soll-Bruchstellen in der für psychisch erkrankte Kinder und Jugendliche dringend notwendigen Behandlungskontinuität dar. Methoden: In eine vergleichende Untersuchung an zwei Modellstandorten konnten 108 Kinder und Jugendliche und ihre Eltern eingeschlossen und bei Aufnahme (T1) sowie zum Entlasszeitpunkt (T2) befragt werden. Zur Erfassung involvierter Schnittstellen und des Schnittstellenmanagements wurde ein semi-strukturiertes Interview eingesetzt, während der HoNOSCA sowie der ZUF-8 der Ermittlung der psychosozialen Belastung und Behandlungszufriedenheit dienten. Ergebnisse: Es liegen vor allem bei den Eltern wenig Wissen um Hilfsstrukturen und bezüglich der Behandlungszufriedenheit keine signifikanten Unterschiede zwischen beiden Standorten vor. Schlussfolgerung: Die Etablierung eines individuellen Schnittstellenmanagements ist zu fordern. Klinische Relevanz: Der Bedarf einer Optimierung der Kommunikation zwischen den Hilfestrukturen und intensiven Aufklärung der Familien zu vorhandenen Möglichkeiten ist hoch.... U. M. E. Schulze (1, 2), B. Williams (1, 3), A. Bülbül (1, 2), J. M. Fegert (1), I. Boege (3) 27291 2017-03-02 13:40:46 Umsetzung des Teilhabeanspruchs auf inklusive Beschulung am Beispiel der Schulbegleitung http://www.schattauer.de/t3page/1214.html?manuscript=27283 In der Folge der Ratifizierung der UN-Behindertenrechtskonvention wird bei immer mehr Kindern das Recht auf inklusive Bildung an Regelschulen umgesetzt. Bisher sind die Schulen für die vielfältigen Aufgaben, die durch die neuen Schüler mit Behinderungen auf sie zukommen, nicht ausreichend personell und strukturell ausgestattet. Daher werden Schulbegleiter, finanziert von den Eingliederungshilfen, als Einzelfallhilfe in den Schulen eingesetzt. Schulbegleiter sind sowohl pädagogisch Fachkräfte als auch Hilfskräfte oder Freiwillige. Es gibt für sie nur wenige systematische Fortbildungsangebote. Der Artikel gibt einen Überblick über die Datenlage zu Schulbegleitung und skizziert das von den Autoren entwickelte und erprobte Curriculum zur Fortbildung von Schulbegleitern. K. Henn (1), R. Himmel (1), J. M. Fegert (1), U. Ziegenhain (1) 27283 2017-03-02 13:40:45 Editorial: Postfaktisch http://www.schattauer.de/t3page/1214.html?manuscript=27284 M. Spitzer 27284 2017-03-02 13:40:45 Geist & Gehirn: Die Mittelmeer-Diät in der Nervenheilkunde http://www.schattauer.de/t3page/1214.html?manuscript=27285 M. Spitzer 27285 2017-03-02 13:40:45 Zu diesem Heft: Dazugehören! Bessere Teilhabe für traumatisierte und psychisch belastete Kinder und... http://www.schattauer.de/t3page/1214.html?manuscript=27286 J. M. Fegert, P. Plener, D. Harsch 27286 2017-03-02 13:40:45 Eltern-Kind-Projekt Chance zur Unterstützung von Kindern inhaftierter Eltern http://www.schattauer.de/t3page/1214.html?manuscript=27287 Kinder inhaftierter Eltern stellen eine Hochrisikogruppe dar. Sie wachsen häufig in Familien auf, die diversen Risikofaktoren ausgesetzt sind. Im Vergleich zur Normalpopulation weisen sie eine erhöhte Lebenszeitprävalenz für eine psychiatrische Erkrankung, v. a. von Persönlichkeitsstörungen auf und haben ein erhöhtes Risiko selbst straffällig zu werden. Im „Eltern-Kind-Projekt Chance" werden erstmals Kinder von inhaftierten Eltern in Baden-Württemberg systematisch unterstützt. Diese Initiative ist seit 2011 Teil der regulären Arbeit der Straffälligenhilfe Baden-Württemberg. Sie wird von dem gemeinnützigen Verein „Projekt Chance e. V." getragen und von der Baden-Württemberg Stiftung finanziert. Sie unterstützt im Rahmen dieses Projektes Kinder und deren Familien, die von der Inhaftierung eines Elternteils betroffen sind. Die wissenschaftliche Begleitung und Evaluation des Projektes erfolgte von 2011 bis 2016 durch die Universitätsklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie/Psychotherapie Ulm. Die Ergebnisse der Evaluationsstudie bilden eine erste systematische Datengrundlage zur Situation von Kindern inhaftierter Eltern in Deutschland. Es zeigt sich, dass die Kinder inhaftierter Eltern (n = 113/n = 165) psychisch hoch belastet (Beziehungsprobleme/Verhaltensauffälligkeiten) sind. Im Vergleich vor und nach der Betreuung im Eltern-Kind-Projekt kam es im Mittel jedoch zu einem Rückgang der Verhaltensauffälligkeiten und Symptomen bei den Kindern (n = 60).... A. Zwönitzer (1), J. M. Fegert (1), U. Ziegenhain (1) 27287 2017-03-02 13:40:45 Schulen stark machen gegen Suizidalität und Selbstverletzung http://www.schattauer.de/t3page/1214.html?manuscript=27288 Gegenstand und Ziel: Suizidalität und nicht suizidales selbstverletzendes Verhalten (NSSV) zeigen im Jugendalter hohe Prävalenzen. Mitarbeiter des Schulsystems verfügen häufig über unzureichendes Wissen im Umgang mit dieser Symptomatik. Ziel dieser Studie ist die Evaluation eines Workshops für Schulpersonal zu den genannten Themen. Material und Methoden: Es wurden 16 zweitägige Workshops angeboten, die von 257 Personen besucht wurden. Im Zuge von Prä-, Post- und Follow-up(FU)-Erhebungen wurde das Vertrauen in eigene Fähigkeiten, gefühltes und tatsächliches Wissen sowie Einstellungen hinsichtlich NSSV und Suizidalität erhoben. Zudem wurden Zufriedenheit mit dem Workshop und Verhaltensänderungen evaluiert. Ergebnisse: Es zeigte sich eine hohe Zufriedenheit mit dem Workshop. Zuversicht in eigene Fähigkeiten sowie gefühltes und tatsächliches Wissen verbesserten sich stark von Prä nach Post und blieben auch bei FU stabil. Zudem zeigten sich Verhaltensänderungen beim FU. Schlussfolgerungen/Klinische Relevanz: Verbessertes Wissen und Selbstwirksamkeit des Schulpersonals hinsichtlich NSSV und Suizidalität kann einen positiven Einfluss auf den Umgang mit betroffenen Schülern haben.... J. Straub (1), R. C. Groschwitz (1) 27288 2017-03-02 13:40:45 Die psychosoziale Belastung von Kindern in Frauenhäusern http://www.schattauer.de/t3page/1214.html?manuscript=27282 Kinder sind durch das Miterleben häuslicher Gewalt stark gefährdet. Dabei dürften insbesondere Frauen und Kinder, die in ein Frauenhaus fliehen, zuhause lange und massive Gewalt erlebt haben. Obwohl davon auszugehen ist, dass diese Frauen und Kinder psychisch hoch belastet sind, gibt es in Deutschland keinerlei systematische Studien, deren Ergebnisse helfen könnten, die Frauen und Kinder mit (spezifischen) Angeboten aus bestehenden Helfersystemen bei der Verarbeitung ihrer Gewalterlebnisse besser zu versorgen. Die vorliegende Pilotstudie untersuchte Kinder und ihre Mütter in fünf Frauenhäusern in Baden-Württemberg auf ihre psychische Belastung. Dabei wurden bei den Kindern Verhaltensauffälligkeiten, Symptome von Bindungsstörungen sowie traumatische Erlebnisse erfasst und bei den Müttern ihre psychische Belastung insbesondere hinsichtlich Depressivität. Es stellte sich heraus, dass der Großteil der Kinder und deren Mütter psychisch stark belastet waren. R. Himmel (1), A. Zwönitzer (1), L. Thurn (1), J. M. Fegert (1), U. Ziegenhain (1) 27282 2017-03-02 13:40:44 Fragen zum Thema „Auswirkungen von Missbrauch, Misshandlung und Vernachlässigung im Kindesalter auf... http://www.schattauer.de/t3page/1214.html?manuscript=27280 27280 2017-03-02 13:36:13