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M. Andreeff (1), D. Sommer (2), R. Freudenberg (1), U. Reichelt (2), J. Henniger (2), J. Kotzerke (1)
(1) Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin, Universitätsklinikum Carl Gustav Carus, Technische Universität Dresden; (2) Institut für Strahlenschutzphysik, Technische Universität Dresden
Ziel: Bei der Zellkulturbestrahlung mit offenen Radionukliden ist die Bestimmung der absorbierten Dosis wichtig. Typischerweise geschieht das mit einer Modellberechnung. Die bekannten Messmethoden sind nicht praktikabel zur Verifikation einsetzbar. Ein neues Detektormaterial mit In-vitro-Tauglichkeit soll in dieser Arbeit untersucht werden. Methoden: Optisch-stimulierte-Lumineszenz(OSL)-Dosimeter mit Berylliumoxid (BeO) dienen zur Dosimetrie von In-vitro-Bestrahlungen mit offenen Radionukliden. Dabei werden die Eigenschaften der OSL-Dosimeter (wie Ansprechvermögen in Abhängigkeit von der ?-Energie, Fading, Kontaminationen in Flüssigkeiten) bestimmt. Mit Hilfe einer Monte-Carlo-Simulation (Programmcode AMOS) wird das gemessene Ansprechvermögen verglichen. An relevanten Zellkulturbestrahlungsgeometrien wird die OSL-Dosimetrie getestet. Ergebnisse: Die Dosisreproduzierbarkeit der OSL-Dosimeter zur Kalibrierung beträgt ±1,5%. Das Fading bei Raumtemperatur beträgt 0,07%/d. Der Dosisverlust (Lichtempfindlichkeit) bei Raumbeleuchtung beträgt 0,5%/min. Das gemessene Ansprechvermögen bei verschiedenen ?-Energien ist mit der Monte-Carlo-Simulation verifizierbar. Dosisprofilmessungen an 6-Well-MWP und 14-ml-PP-Tube mit 188Re zeigen regionale Unterschiede und belegen, dass die Gefäßgeometrie einen starken Einfluss auf die Dosisverteilung für eine Zellbestrahlung hat. Schlussfolgerung: Ein neues Dosimetersystem wurde mit ?-Strahlern unterschiedlicher Energie in Lösung kalibriert. Das OSL-Dosimeter besitzt geeignete Eigenschaften für die Dosismessung in Flüssigkeiten. Die Dosisprofilmessungen sind genau und differenziert genug, um theoretische Berechnungen überprüfen zu können.
BeO, OSL, In-vitro-Dosimetrie, Betadosimetrie