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Verfahrensanweisung für die nuklearmedizinische Wächter-Lymphknoten-Diagnostik

Zeitschrift:Nuklearmedizin
ISSN:0029-5566
DOI:http://dx.doi.org/10.3413/nukmed-321
Ausgabe:2010 (Vol. 49): Heft 4 2010 (125–172)
Seiten:167-172

Verfahrensanweisung für die nuklearmedizinische Wächter-Lymphknoten-Diagnostik

H. Vogt (1), M. Schmidt (2), R. Bares (3), W. Brenner (4), F. Grünwald (5), J. Kopp (1), C. Reiners (6), O. Schober (7), C. Schümichen (8), H. Schicha (2), J. Sciuk (1), F. Sudbrock (2), H. Wengenmair (1)

(1) Klinik für Nuklearmedizin, Klinikum Augsburg; (2) Klinik für Nuklearmedizin, Universitäten zu Köln; (3) Klinik für Nuklearmedizin, Tübingen; (4) Klinik für Nuklearmedizin, Charité Berlin; (5) Klinik für Nuklearmedizin, Frankfurt am Main; (6) Klinik für Nuklearmedizin, Würzburg; (7) Klinik für Nuklearmedizin, Münster; (8) Klinik für Nuklearmedizin, Rostock, Germany

Zusammenfassung

Die Autoren veröffentlichen eine Verfahrensanweisung zur szintigraphischen Lokalisation von Wächterlymphknoten beim malignen Melanom und anderen Hauttumoren, beim Mammakarzinom, bei Kopf-Hals-Tumoren, beim Prostatakarzinom und beim Peniskarzinom. Wesentliche Ziele der szintigraphischen Wächterlymphknotendiagnostik bestehen in der Minimierung des Operationsausmaßes und der postoperativen Morbidität sowie der Optimierung der histopathologischen Aufarbeitung durch Fokussierung auf die relevanten Lymphknoten. Die Wächterlymphknotenszintigrahie trifft selber keine Aussage zu einem evtl. tumorösen Befall und ist nicht indiziert, wenn bereits eine lymphogene Metastasierung diagnostiziert ist. Es werden Vorgehensweisen zur Durchführung zusammengestellt, die zum Ziel haben, den oder die Wächterlymphknoten zuverlässig und mit hoher Nachweisrate typischerweise in einem frühen Stadium einer Tumorerkrankung zu detektieren. Die Strahlenexposition des Patienten ist so niedrig, dass Schwangerschaft keine Kontraindikation darstellt. Aufgrund der sehr geringen Strahlenexposition von <1 mSv/Jahr müssen auch Operateur, OP-Personal und Pathologe selbst bei häufiger Durchführung der SLNE nicht als beruflich strahlenexponierte Personen geführt werden.

Stichworte

Prostatakarzinom, malignes Melanom, Mammakarzinom, Verfahrensanweisung, Wächterlymphknoten, Lymphszintigraphie, Kopf-Hals-Tumore, Hauttumore, axilläre Lymphknotenmetastasen, Peniskarzinom

DOI

http://dx.doi.org/10.3413/nukmed-321

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