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Harte Beta- und Gammaemissionen durch 124I – Bedeutung für beruflich exponiertes Personal im Bereich PET/CT

Zeitschrift:Nuklearmedizin
ISSN:0029-5566
DOI:http://dx.doi.org/10.3413/Nukmed-0414-11-06
Ausgabe:2011 (Vol. 50): Heft 6 2011 (221-246)
Seiten:240-246

Harte Beta- und Gammaemissionen durch 124I – Bedeutung für beruflich exponiertes Personal im Bereich PET/CT

G. J. Kemerink (1), R. Franssen (1), M. G. W. Visser (1), C. J. A. Urbach (1), S. G. E. A. Halders (1), M. J. Frantzen (1), B. Brans (1), G. J. J. Teule (1), F. M. Mottaghy (1, 2)

(1) Department of Nuclear Medicine, University Medical Center, Maastricht, the Netherlands; (2) Department of Nuclear Medicine, University Clinic Aachen, Germany

Zusammenfassung

Ziel: Die hochenergetische Beta+- und Gammastrahlung von124I kann hohe Dosen für das PET/CT-Personal bedeuten. In dieser Studie wurde die beruflich bedingte Exposition quantifiziert und die Strahlenprotektion optimiert. Methoden: Dünne MCP-Ns-Thermolumineszenzdosimeter wurden zur Messung von Beta+- und Gammastrahlung für die Extremitätendosimetrie, aktive Personendosimeter für die Ganzkörperdosimetrie eingesetzt. Extremitätendosimetrie wurde während des Abfüllens von 124I und oraler Applikation an den Patienten und die Ganzkörperdosis während der gesamten PET/CT-Untersuchung bestimmt. Zusätzlich wurden Dosisraten der genutzten Fläschchen und Spritzen gemessen. Das 124I-Abfüllverfahren wurde mit Hilfe von speziell entwickelter Abschirmung optimiert. Ergebnisse: Hautdosisraten bis 100 mSv/min wurden bei Kontakt mit dem 370 MBq 124I enthaltenden kommerziell verfügbaren Fläschchen gemessen. Eine nicht abgeschirmte 5-ml-Spritze resultierte in einer etwa siebenfachen Positronen-Hautdosis im Vergleich zur Gammadosis. Mit der als ausreichend vermuteten Prozedur vor Optimierung der 124I-Abfüllung betrug die höchste mittlere Hautdosis beim Umgang mit 370 MBq 124I 1,9 mSv (max. 4,4 mSv). Nach der Optimierung lag die Hautdosis unter 0,2 mSv. Schlussfolgerung: Die von 124I emittierten, hochenergetischen Positronen können bei unzureichender Strahlenprotektion zu hohen Hautdosen führen. Unter optimierten Bedingungen sind die arbeitsbedingten Dosen akzeptabel. Entsprechende Ausbildung des Personals ist unentbehrlich.

Stichworte

PET/CT, 124I, Berufliche Dosimetrie, Fingerdosimetrie, hochenergetische Positronen

DOI

http://dx.doi.org/10.3413/Nukmed-0414-11-06

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