Welche Rolle spielt die szintigraphische Bildgebung der Knochenmanifestationen bei Morbus Gaucher? Eine Literaturübersicht
P. Mikosch1,2; S. Kohlfürst1; H. J. Gallowitsch1; E. Kresnik1; P. Lind1; A. B. Mehta3; D. A. Hughes3
Departments of 1Nuclear Medicine and Endocrinology, PET Center; 2Internal Medicine II; 1,2State Hospital Klagenfurt, Austria; 3Lysosomal Storage Disorder Unit, Department of Academic Haematology, Royal Free and University College Medical School, London, United Kingdom
Zusammenfassung
Der Morbus Gaucher ist die häufigste genetisch determinierte lysosomale Speicherkrankheit, die durch eine eingeschränkte Aktivitat des Enzyms β-Glucozerebrosidase bedingt ist. Bei der häufigsten nicht neuronopathischen Verlaufsform des Morbus Gaucher sind Knochen- und Knochenmarkveränderungen regelmäßig zu finden. Für die bildgebende Diagnostik der Skelettmanifestationen bei Morbus Gaucher werden verschiedene bildgebende Verfahren genutzt. Konventionelle Röntgenaufnahmen und Magnetresonanztomographie stellen aktuell die häufigsten und wichtigsten Methoden dar. Auch mit szintigraphischer Bildgebung wurde mit unterschiedlichen Tracern Skelettmanifestationen bei Morbus Gaucher diagnostiziert. Dieser Beitrag gibt eine Übersicht der szintigraphischen Methoden, die in der Darstellung von Knochen- und Knochenmarkmanifestationen bei Morbus Gaucher eingesetzt werden. Er diskutiert die Vorteile und Limitationen der szintigraphischen Bildgebung bei dieser Erkrankung im Vergleich mit anderen bildgebenden Verfahren. Stichworte
Knochenszintigraphie, Knochenmarkszintigraphie, Morbus Gaucher, Knocheninfarkt, Knochennekrose, Osteomyelitis
DOI
http://dx.doi.org/10.3413/nukmed-0142