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R. Runge (1), M. Wendisch (1), G. Wunderlich (1), R. Freudenberg (1), J. Kotzerke (1)
(1) Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin, Universitätsklinikum Carl Gustav Carus, Technische Universität Dresden
Energiereiche Strahlung verursacht in Abhängigkeit von den strahlenphysikalischen Eigenschaften (linearer Energietransfer, LET) der Radionuklide Zellschäden unterschiedlicher Komplexität. DNA-Strangbrüche können mit dem Komet-Assay nachgewiesen werden. Ziel ist die Untersuchung von DNA-Schäden und deren Reparatur nach Bestrahlung mit 211At und 188Re. Methoden: Periphere mononukleäre Blutzellen wurden mit 211At oder 188Re bestrahlt. Die DNA-Schäden wurden mit dem alkalischen und neutralen Komet-Assay quantifiziert. Neben der Bestimmung von Initialschäden erfolgte die Ermittlung der residualen DNA-Strangbrüche. Ergebnisse: Im alkalischen Komet-Assay wurden nach Exposition mit 188Re höhere DNA-Schäden als nach 211At detektiert. Die Messung der initialen DNA-Schäden mit dem neutralen Assay ergab für 211At eine höhere Radiotoxizität als für 188Re. Das Verhältnis ESB zu DSB ist beim Beta-Emitter 188Re zur Seite der ESB verschoben. Der Vergleich der Reparaturkapazitäten im alkalischen Komet-Assay zeigte nach Bestrahlung mit 188Re eine Reparatur auf 10% der Initialschäden, während nach Exposition mit 211At 60%–80% der DNA-Schäden unrepariert blieben. Die im neutralen Komet-Assay analysierte DNA-Reparatur ermittelte für 211At sowie für 188Re Residualschäden in Höhe von 70%–80%. Schlussfolgerung: Mit dem neutralen Komet-Assay konnte anhand der Detektion der Initialschäden sowie der DSB-Reparatur eine höhere biologische Wirkung von 211At im Vergleich zu 188Re bestimmt werden. Die höheren Residualschäden nach DNA-Reparatur weisen auf die Existenz komplexerer Schäden nach Exposition mit 211At im Vergleich zu 188Re hin. Unter Berücksichtigung der Spezifität der Komet-Assay-Versionenermöglicht die Kombination der Teste eine partielle Aussage zur Qualität der DNA-Schäden.
188Re, Komet-Assay, DNA-Strangbrüche, DNA-Reparatur, 211At
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M. Wendisch (1), J. Drechsel (1), R. Freudenberg (2), R. Runge (1), G. Wunderlich (2), J. Kotzerke (2) Nuklearmedizin 2009 48 5: 208-214 http://dx.doi.org/10.3413/nukmed-0253 | ||
| 2. | ||
L. Oehme1, W. Dörr2, P. Wust3, J. Kotzerke1 Nuklearmedizin 2008 47 5: 205-209 http://dx.doi.org/10.3413/nukmed-0151 | ||
| 3. | ||
R. Guo (1), Y. Ma (2), R. Zhang (3), S. Liang (1), H. Shen (2), H. Xu (1), B. Li (1) Nuklearmedizin 2011 50 6: 234-239 http://dx.doi.org/10.3413/Nukmed-0349-10-09 | ||