Anzeige

Positronenemissionstomographie 2008 in Deutschland – Ergebnisse der Erhebung und Standortbestimmung

Zeitschrift:Nuklearmedizin
ISSN:0029-5566
DOI:http://dx.doi.org/10.3413/nukmed-0203
Ausgabe:2010 (Vol. 49): Heft 2 2010 (49-77)
Seiten:58-64

Positronenemissionstomographie 2008 in Deutschland – Ergebnisse der Erhebung und Standortbestimmung

Online Supplementary Material

J. Kotzerke (1), L. Oehme (1), O. Lindner (2), D. Hellwig (3), Arbeitsausschuss PET der DGN

(1) Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin, Universitätsklinikum Carl Gustav Carus, Technische Universität Dresden; (2) Institut für Radiologie, Nuklearmedizin und Molekulare Bildgebung, Herz- und Diabeteszentrum Nordrhein-Westfalen, Bad Oeynhausen; (3) Klinik für Nuklearmedizin, Universitätsklinikum des Saarlandes, Homburg/Saar, Germany

Zusammenfassung

Ziel: In einer ersten Umfrage des Arbeitsausschusses Positronenemissionstomographie (PET) der Deutschen Gesellschaft für Nuklearmedizin (DGN) sollten Informationen zum Einsatz der PET-Diagnostik in Deutschland im Jahre 2008 ermittelt werden. Methoden: Die Daten wurden retrospektiv anhand eines an 91 Einrichtungen verschickten Fragebogens erfasst. Angaben zur Ausstattung und Untersuchungsmethodik wurden ebenso wie Indikationen und Untersuchungszahlen ausgewertet. Ergänzend wurden auch Fragen zur Einordnung der PET in den diagnostischen Prozess untersucht. Ergebnisse: Ausgewertet wurde die Selbstauskunft von 65 Einrichtungen. An 77 PET-Geräten, davon 40 PET/CT, wurden ca. 63500 Untersuchungen durchgeführt. Diese verteilten sich auf Onkologie (86%), Neurologie (8%) und Kardiologie (3%). Zu 91% wurden 18F-Radiopharmaka eingesetzt (68Ga 4%, 11C 3%). Als häufigste Tumorentitäten wurden Lungen-Tumore, maligne Lymphome, Gastrointestinale Tumore und Prostatakarzinome ermittelt (ca. 14.000, 6.000, 5.000 und 2.000). Entsprechend der verfügbaren Gerätetechnik wurde zunehmend das CT zur Schwächungskorrektur benutzt (68%) und iterativ rekonstruiert (99%). Die Auswertung erfolgte überwiegend quantitativ (91%). Befunde, meist mit Bilddokumentation, wurden regelhaft innerhalb von 3 Tagen versendet. Eine zusätzliche elektronische Übermittlung in 70% der Einrichtungen beschleunigte den Diagnoseprozess. Der hohe Qualitätsstandard der PET-Diagnostik zeigte sich auch an der Einbindung von 40 Einrichtungen in ein Tumorboard sowie an erworbenen PET-Zertifikaten der DGN von 1/3 der tätigen Ärzte. Schlussfolgerung: Trotz flächendeckender und qualitativ hochwertiger PET-Diagnostik ist die Versorgung mit PET-Leistungen in Deutschland noch geringer als in anderen Industrienationen.

Stichworte

Positronenemissionstomographie, Leistungsbericht, Leistungsstatistik, Zahlenangaben

DOI

http://dx.doi.org/10.3413/nukmed-0203

Artikel, die Sie auch interessant finden könnten...

1.

O. Lindner1, W. Burchert1, 2, F. M. Bengel3, 4 , R. Zimmermann4, 5, J. vom Dahl6, W. Schäfer7, O. Schober8, R. Kluge9, M. Schäfers2, 8 im Namen der Arbeitsgemeinschaft „Kardiovaskuläre Nuklearmedizin“ der Deutschen Gesellschaft für Nuklearmedizin und der Arbeitsgruppe „Nuklearkardiologische Diagnostik“ der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie, Herz- und Kreislaufforschung

Nuklearmedizin 2008 47 4: 139-145

http://dx.doi.org/10.3413/nukmed-0158

2.

O. Lindner (1), W. Burchert (1, 2), F. M. Bengel (3, 4), R. Zimmermann (4, 5), J. vom Dahl (6), W. Schäfer (7), O. Schober (8), M. Schäfers (2, 8)

Nuklearmedizin 2010 49 2: 65-72

http://dx.doi.org/10.3413/nukmed-0282

3.

R. Lorenz (1), M. Dietlein (2), C. Reiners (1)

Nuklearmedizin 2010 49 2: 49-57

http://dx.doi.org/10.3413/nukmed-0296



Artikel

Sie haben 77 Artikel in ihrem Warenkorb.

Nuklearmedizin-Preis 2011 verliehen

Der Schattauer Verlag verlieh Dr. Carsten Kobe (Köln) im Rahmen der Jahrestagung NuklearMedizin...

Nuklearmedizin-Preis 2011 für Dr. Carsten Kobe

Im Rahmen der DGN-Jahrestagung wurde erstmalig der Nuklearmedizin-Preis 2011 verliehen. Univ.-Prof....

Volltextinhalte exklusiv für Abonnenten

Ab dem 1. Juli 2010 stehen die Volltext-Inhalte der "Nuklearmedizin" exklusiv für...