![]() |
|
I. Dogan (1), O. Sezen (2), B. Sonmez (1), A. Y. Zengin (2), E. Yenilmez (3), E. Yulug (3), I. Abidin (4), Z. Bahat (2)
(1) Department of Nuclear Medicine, Karadeniz Technical University, Faculty of Medicine, Trabzon, Turkey; (2) Department of Radiation Oncology, Karadeniz Technical University, Faculty of Medicine, Trabzon, Turkey; (3) Department of Histology and Embryology, Karadeniz Technical University, Faculty of Medicine, Trabzon, Turkey; (4) Department of Biophysics, Karadeniz Technical University, Faculty of Medicine, Trabzon, Turkey
Ziel: Myokard-Perfusionsszintigraphie (MPS) eine häufig benutzte Methode, um die Entwicklung von Strahlungs-verursachten Herzkrankheiten (RIHD) zu verfolgen. Allerdings sind die klinische Signifikanz der MPS-Schädigungen und die zugrunde legenden pathologischen Mechanismen bisher nicht vollständig untersucht. In dieser Studie wurden deswegen die biodiversen Veränderungen, die durch Perfusionsschäden nach einer Strahlentherapie (RT) entstehen, näher untersucht. Es zeigte sich hierbei, dass es zu verschiedenen morphologischen Veränderungen kommt. Tiere, Methode: Insgesamt 18 Wistar-Ratten wurden in drei Gruppen unterteilt (1 Kontrollgruppe, 2 bestrahlte Gruppen). Durch einzelne, kardiale 20 Gy starke Strahlungsdosen wurden langzeitliche Herzschäden induziert. Die biodiversen Untersuchungen wurden mittels dem Wirkstoff Technetium (99mTc) sestamibi und histologischen Analysen entweder 4 oder 6 Monate nach der Strahlenbehandlung. Zur Bestimmung der Myokardschädigung wurden einerseits die Anzahl apoptotisch-positiver bzw. degenerierten Myokardzellen ermittelt und andererseits die myokardiale Fibsose untersucht. Des Weiteren wurden vaskuläre Schädigungen und ultrazelluläre Strukturen näher untersucht. Ergebnisse: Es zeigte sich, das 6 Monate nach der Behandlung ein signifikanter Abfall der myokardischen Aufnahme zu beobachten war (p < 0,05), wohingegen die strahlungs-bedingte Apoptose der Myokardzellen innerhalb der ersten 4 Monate stetig anstieg und bis zum Ende der Untersuchungszeit signifikant erhöht blieb (p < 0,05). Des Weiteren traten durch die Bestrahlung nach 4 bzw. 6 Monaten mykardiale Degenerationen sowie pervaskuläre und interstitielle Fibrosen im Herz auf (p < 0,01). Das gesamte Ausmaß der myokardialen Schädigung war am Deutlichsten nach 6 Monaten zu beobachten (p < 0.05). Ultrastrukturell, wurden starke Veränderungen bei den kapillaren Endothelzellen und Myokardzellen sichtbar. Schlussfolgerung: Diese Studie zeigt deutlich, dass reduzierte Myokardperfusionen, die Monate nach Bestrahlungstherapien auftreten, durch schwere Myokardschädigungen hervorgerufen werden. Diese Schädigungen sind durch myokardiale Degeneration und Fibrosen charakterisiert.
Strahlentherapie, 99mTc-Sestamibi, strahlungsverursachte Herzkrankheiten, kardiale Toxizität, Herzschädigung, Myokard-Perfusionsszintigraphie
| 1. | ||
B. Dietl1, J. Marienhagen2 Nuklearmedizin 2005 44 1: 8-14 | ||
| 2. | ||
M. Biermann (1), M. K. Pixberg (1), A. Schuck (2), A. Heinecke (3) , W. Köpcke (3) , K. W. Schmid (4) , H. Dralle (5) , N. Willich (2) , O. Schober 1 for the MSDS group (#) Nuklearmedizin 2003 42 6: 244-250 | ||
| 3. | ||
M. Henze 1 , N. Özdemir-Sahin1 , P. Hipp2,3, W. Mier 1 , M. Eisenhut4 , J. Debus2 , U. Haberkorn 1 Nuklearmedizin 2006 45 1: 49-56 | ||