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L. Geworski 1, K. Zöphel2, A. Rimpler 3, I. Barth 3, M. Lassmann 4, D. Sandrock1, A. Zander 1, T. Halm2, H. Hänscheid4, M. Hofmann5, Chr. Reiners 4, D. L. Munz
1 Klinik für Nuklearmedizin (Prof. Dr. D. L. Munz), Charité – Universitätsmedizin Berlin 2 Klinik für Nuklearmedizin (Prof. Dr. H. Döge), Klinikum Chemnitz 3 Bundesamt für Strahlenschutz (W. König), Berlin 4 Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin (Pr
Bei der Anwendung von 90Y-Zevalin im Rahmen der Radioimmuntherapie ist aus der Sicht des Strahlenschutzes sowohl die ß - -Strahlung als auch die daraus resultierende Bremsstrahlung zu berücksichtigen. Ziel der Arbeit war die Ermittlung der Dosisleistung am Patienten, der Strahlenexposition der Angehörigen sowie die Bestimmung der Aktivitätskonzentration im Urin des Patienten. Weiterhin sollte die Hautdosis des Personals bei der Präparation und Applikation von 90Y-Zevalin ermittelt werden. Methode: Insgesamt wurden die Daten von 31 Therapien aus vier Einrichtungen ausgewertet. Bei der Präparation und Applikation wurde die Hautdosis an den Fingern des Chemikers/der MTA, und des Arztes ermittelt. Sofort nach Injektion wurde die durch den Patienten hervorgerufene Dosisleistung gemessen. Bei stationären Therapien wurde die im Urin des Patienten ausgeschiedene Aktivität bestimmt. Um die Strahlenexposition der Angehörigen bei ambulanten Therapien zu erfassen, wurden Dosimeter ausgehändigt und über sieben Tage die Dosis ermittelt. Ergebnisse: Während der Präparation und Applikation wurde die jeweils maximal auftretende Hautdosis bestimmt. Gemittelt über die Zahl der Personen betrugen die so bestimmten Hautdosen bei der Präparation 6 mSv (n = 7), bei Applikation 3 mSv (n = 8). Die gemessene Dosisleistung lag 2 m vom Patienten entfernt bei 0,4±0,1 µSv/h. Nach 24 h post injectionem (p.i.) waren 3,9±1,4% und nach 48 h p.i. 4,4±1,4% der Aktivität ausgeschieden, das entspricht 43±18 MBq bzw. 50±20 MBq 90Y. Die Dosis der Angehörigen der Patienten betrug 40±14 µSv. Schlussfolgerungen: Bei der Präparation und Applikation von 90Y-Zevalin sind geeignete Strahlenschutzmaßnahmen erforderlich. Für die Angehörigen des Patienten und das medizinische Pflegepersonal sind keine weitergehenden Strahlenschutzmaßnahmen über die sonst bei nuklearmedizinischen Untersuchungen/ambulanten Behandlungen üblichen hinaus notwendig.
Radioimmuntherapie, Strahlenexposition, Strahlenschutz, Hautdosis, Zevalin, Bremsstrahlung, Ibritumomab Tiuxetan, 90Y, ß - -Strahlung
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