|
M. Fischer, T. Behr, F. Grünwald, W. H. Knapp für die Deutsche Gesellschaft für Nuklearmedizin L. Trümper, C. von Schilling für die Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie
Die Leitlinie soll eine Grundlage für die Qualitätssicherung der Behandlung von Non-Hodgkin-Lymphomen mit der Radioimmuntherapie schaffen. Sie wurde interdisziplinär erarbeitet und enthält neben der allgemeinen Zielsetzung und den Hintergrundinformationen sowie den Definitionen detaillierte Angaben zu Indikation und Kontraindikationen der Behandlung. Im Mittelpunkt stehen die Anforderungen, die an die Therapieeinrichtung gestellt werden. Dazu gehören z. B. Anwesenheit eines Medizinphysikexperten, enge Zusammenarbeit mit den behandelnden Kollegen der Grunderkrankung und Nachweis der Schulung in radiochemischen Markierungsverfahren und Qualitätskontrolle. Weiterhin wird spezifiziert, welche Patientendaten vor der Durchführung der Therapie vorliegen müssen und wie die Behandlung technisch durchzuführen ist. Von zentraler Bedeutung sind Qualitätskontrolle und Dokumentation der Markierung des Radiopharmakons. Nach Abschluss der Behandlung ist eine klinische Qualitätskontrolle (Aufarbeitung der Therapiedaten sowie Nachkontrollen bei therapierten Patienten) vorgesehen. Notwendige Elemente dar Nachuntersuchungen sind detailliert aufgeführt. Die gesamte Behandlung einschließlich der Nachsorge muss in enger Abstimmung und Zusammenarbeit mit den behandelnden hämatologisch-onkologischen Kollegen erfolgen, die in der Regel aus dem Krankheitsverlauf die Indikation zur Radioimmuntherapie stellen.
Radioimmuntherapie, Yttrium-90, Non-Hodgkin-Lymphom, CD20-Rezeptoren, Zevalin
| 1. | ||
M. Fischer (1), F. Grünwald (1), W. H. Knapp (1), L. Trümper (2), C. von Schilling (2), M. Dreyling (2) Nuklearmedizin 2009 48 6: 215-220 http://dx.doi.org/10.3413/nukmed-0318 | ||
| 2. | ||
K. Schomäcker1 , M. Dietlein1 , R. Schnell2 , J. Pinkert 3 , W. Eschner1 , B. Zimmermanns 1 , Nuklearmedizin 2005 44 4: 166-177 | ||
| 3. | ||
L. Geworski 1, K. Zöphel2, A. Rimpler 3, I. Barth 3, M. Lassmann 4, D. Sandrock1, A. Zander 1, T. Halm2, H. Hänscheid4, M. Hofmann5, Chr. Reiners 4, D. L. Munz Nuklearmedizin 2006 45 2: 82-86 | ||