Anzeige

Radioimmuntherapie mit 90Y-markiertem Ibritumomab- Tiuxetan: Klinik, Radiopharmazie, Strahlenschutz, Perspektiven

Zeitschrift:Nuklearmedizin
ISSN:0029-5566
Ausgabe:2005 (Vol. 44): Heft 4 2005 (118-178)
Seiten:166-177

Radioimmuntherapie mit 90Y-markiertem Ibritumomab- Tiuxetan: Klinik, Radiopharmazie, Strahlenschutz, Perspektiven

K. Schomäcker1 , M. Dietlein1 , R. Schnell2 , J. Pinkert 3 , W. Eschner1 , B. Zimmermanns 1 ,
1 Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin, 2 Klinik I für Innere Medizin der Universität zu Köln

Zusammenfassung

Die Radioimmuntherapie mit 90Y-Ibritumomab-Tiuxetan(Zevalin® ) ist bei Patienten mit einem rezidivierten oderrefraktären follikulären Lymphom, die mit Rituximab vorbehandeltsind, zugelassen. Die aktuellen Studien über einenkonsolidierenden Einsatz von 90Y-Ibritumomab-Tiuxetannach Chemotherapie in der Primärbehandlung und imersten Rezidiv scheinen erfolgversprechende neue Therapieansätzedarzustellen. Für eine Verbreiterung des Indikationsspektrumsauf das diffus großzellige Lymphom existierenerste günstige Studienergebnisse. Dabei erweist sichdie Markierung von 90Y-Ibritumomab-Tiuxetan als eine relativbelastbare radiochemische Markierungsprozedur, dieauch in gewissem Umfang störende Parameter wie höhereTemperatur oder erhöhte Schwermetallkonzentration toleriert.Für die Qualitätskontrolle mittels Dünnschichtchromatographie(TLC) werden Streifen >15 cm empfohlen.Prinzipiell kann die TLC nicht zwischen Radiokolloiden undmarkierten Proteinen unterscheiden. Im Zweifelsfall solltezusätzlich eine HPLC durchgeführt werden: Kolloide verbleibenauf der Säule und erscheinen nicht im Eluat. Im Falleeiner Fehlmarkierung ist die Chromatographie mit Econo-Pac-10DG-Entsalzungssäulen (Biorad, Hercules, CA, USA)eine zuverlässige Möglichkeit, das kostenintensive Radiopharmakonnoch zu retten. Allerdings ist diese Methodenicht Bestandteil der Zulassung.

Stichworte

Radioimmuntherapie, Strahlenschutz, Yttrium-90, Ibritumomab-Tiuxetan, Zevalin®, Aktivimeter

Artikel, die Sie auch interessant finden könnten...

1.

M. Voth1, R. Klett2, P. Lengsfeld1, G. Stephan3, E. Schmid4,5

Nuklearmedizin 2006 45 5: 223-228

2.

M. Fischer, T. Behr, F. Grünwald, W. H. Knapp für die Deutsche Gesellschaft für Nuklearmedizin L. Trümper, C. von Schilling für die Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie

Nuklearmedizin 2004 43 5: 171-176

3.

L. Geworski 1, K. Zöphel2, A. Rimpler 3, I. Barth 3, M. Lassmann 4, D. Sandrock1, A. Zander 1, T. Halm2, H. Hänscheid4, M. Hofmann5, Chr. Reiners 4, D. L. Munz

Nuklearmedizin 2006 45 2: 82-86



Artikel

Sie haben 92 Artikel in ihrem Warenkorb.

Nuklearmedizin-Preis 2011 verliehen

Der Schattauer Verlag verlieh Dr. Carsten Kobe (Köln) im Rahmen der Jahrestagung NuklearMedizin...

Nuklearmedizin-Preis 2011 für Dr. Carsten Kobe

Im Rahmen der DGN-Jahrestagung wurde erstmalig der Nuklearmedizin-Preis 2011 verliehen. Univ.-Prof....

Volltextinhalte exklusiv für Abonnenten

Ab dem 1. Juli 2010 stehen die Volltext-Inhalte der "Nuklearmedizin" exklusiv für...