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Myokardperfusionsszintigraphie mit Schwächungskorrektur: ein Vergleich zwischen SPECT und PET mittels Polar-Map-Analyse

Zeitschrift:Nuklearmedizin
ISSN:0029-5566
Ausgabe:2006 (Vol. 45): Heft 4 2006 (144-192)
Seiten:171-176

Myokardperfusionsszintigraphie mit Schwächungskorrektur: ein Vergleich zwischen SPECT und PET mittels Polar-Map-Analyse

S. Graf1 , A. Khorsand1 , G. Stix1 , S. Nekolla2 , A. Becherer3 , K. Kletter 3 , R. Dudczak 3 , H. Sochor1 , G. Maurer 1 , G. Porenta 4

Department of 1 Cardiology (Head: Gerald Maurer MD), 3 Nuclear Medicine (Head: Robert Dudczak MD), Medical University of Vienna, Austria 2 Technical University of Munich (Head: Markus Schwaiger MD), Germany 4 Department of Nuclear Medicine (Head:

Zusammenfassung

Ziel: Wir untersuchten das Ausmaß der Photonenattenuation bei Myokardperfusionsstudien mittels SPECT und PET. Beide Methoden erlauben eine Quantifizierung der regionalen Isotopverteilung mit Hilfe der Polar Map Analyse, sofern die Effekte der Weichteilattenuation berücksichtigt werden. Während PET eine akkurate Messung der Photonenattenuation und demzufolge eine verlässliche Attenuationskorrektur erlaubt, sind die Resultate der Attenuationskorrektur mittels SPECT inkonsistent. Patienten, Methoden: Wir verglichen die Photonenattenuation von SPECT ( 99mTc-Sestamibi) und PET ( 13N-Ammonika) Myokardperfusionsstudien in 21 Patienten mit koronarer Herzerkrankung. Transaxiale Bilder wurden mit und ohne Attenuationskorrektur rekonstruiert und in Kurzachsen Schnitte reorientiert. Unter Anwendung der Polar Map Analyse wurde die regionale Isotopverteilung in sechs anatomischen Segmenten untersucht. Ergebnisse: Die durchschnittliche segmentale Photonenattenuation (Verhältnis der Zählrate in korrigierten zu unkorrigierten Bildern) betrug 7.2 ± 1.4 in den SPECT Studien und 14.0 ± 3.1 in den PET Studien (p <0.01). Dieser Attenuationsfaktor korrelierte bei beiden Methoden signifikant mit der Körperoberfläche (p <0.001). Während die Attenuationskorrektur mittels SPECT die Effekte der Attenuation der inferioren Wand kompensierte (von –15% auf +6% im Vergleich zu PET), war die relative Isotopaufnahme nach Attenuationskorrektur in der Vorderwand signifikant herabgesetzt (von –2% auf –18% im Vergleich zu PET, p <0.01). Schlussfolgerung: Die unterschiedlichen Effekte der Attenuationskorrektur bei Myokardperfusionsstudien mittels SPECT müssen beim klinischen Einsatz von Algorithmen zur Kompensation von Attenuationsartefakten berücksichtigt werden.

Stichworte

SPECT, PET, Schwächungskorrektur, Myokardperfusion, Polar- Map-Analyse

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