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Einfluss der Bildfusion und Schwächungskorrektur mittels SPECT-CT auf die szintigraphische Detektion von Nebenschilddrüsenadenomen

Zeitschrift:Nuklearmedizin
ISSN:0029-5566
Ausgabe:2007 (Vol. 46): Heft 1 2007 (1-48)
Seiten:15-21

Einfluss der Bildfusion und Schwächungskorrektur mittels SPECT-CT auf die szintigraphische Detektion von Nebenschilddrüsenadenomen

J. Ruf1, D. Seehofer2, T. Denecke1, L. Stelter1, N. Rayes2, R. Felix1, H. Amthauer1

1Klinik für Strahlenheilkunde, 2Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Transplantationschirurgie, Campus Virchow-Klinikum, Charité-Universitätsmedizin Berlin

Zusammenfassung

Ziel: Der Einsatz SPECT und Bildfusion mit CT/MRT erhöht die Detektionsrate von Adenomen der Nebenschilddrüsen (NSD) bei primärem Hyperparathyroidismus (pHPT). Diese Studie bewertete den Nutzen eines Hybrid-SPECT-CT-Geräts bezüglich Bildfusion und Schwächungskorrektur (AC). Patienten, Methoden: Die Daten von 26 pHPT-Patienten, die präoperativ mittels 99mTc-Sestamibi-Zwei-Phasen-Szintigraphie und SPECT-CT (low-dose CT) untersucht worden waren, wurden von zwei Untersuchern retrospektiv im Konsens ausgewertet. Die planare Szintigraphie, die nicht-schwächungskorrigierte SPECT (SPECTNAC), die schwächungskorrigierten SPECT (SPECTAC) und die SPECTAC-CT wurden reevaluiert und mit den chirurgischen Ergebnissen verglichen. Der Einfluss der AC auf die Fokusintensität wurde mittels Tumor- to-Background(TB)-Ratio für die SPECTAC und die SPECTNAC semiquantifiziert. Die TBAC/TBNAC-Quotient wurde für jeden Fokus ermittelt und mit dem Abstand des Herdes zur Körperoberfläche korreliert. Ergebnisse: 20/26 (77%) Patienten waren in der planaren Szintigraphie positiv. Ein Fokus wurde nur durch SPECT entdeckt. Die AC der SPECTDaten verbesserte den Bildkontrast aber hatte keinen Einfluss auf die Detektionsrate. Die zusätzliche SPECTAC-CTBildfusion erleichterte die Lokalisierung dreier mediastinaler Foki. In der semiquantitativen Analyse wurde ein TB-Anstieg nach AC beobachtet, obwohl keine starke Korrelation zwischen Fokustiefe (16-60 mm) und der TBAC/TBNAC-Ratio (r = 0,213, p = 0,353) bestand. Schlussfolgerung: Die Detektionsrate der planaren NSD-Szintigraphie wird durch den SPECT-Einsatz nur geringfügig verbessert. Aufgrund der geringen Ortsauflösung der CT-Komponente ist die Bildfusion nur bei mediastinalen Foki von Vorteil. Da TB und Bildkontrast nach AC verbessert werden, besteht hier ein Potenzial zur Sensitivitätssteigerung der SPECT.

Stichworte

SPECT, Bildfusion, Schwächungskorrektur, Nebenschilddrüsenszintigraphie, primärer Hyperparathyroidismus

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