Anzeige



Articles prepublished September 20, 2011

Parathyreoidale Szintigraphieprotokolle in Finnland im Jahr 2010

Zeitschrift:Nuklearmedizin
ISSN:0029-5566
DOI:http://dx.doi.org/10.3413/Nukmed-0311-10-04
Ausgabe:2010 (Vol. 49): Heft 5 2010 (173–201)
Seiten:187-194

Parathyreoidale Szintigraphieprotokolle in Finnland im Jahr 2010

Ergebnisse einer Umfrage und aktueller Stand

V. Tunninen (1), T. Kauppinen (2), H. Eskola (3), M. O. Koskinen (4)

(1) The Department of Nuclear Medicine, Satakunta Central Hospital, Pori, Finland; (2) HUS Helsinki Medical Imaging Centre, Helsinki University Hospital, Finland; (3) The Department of Biomedical Engineering, Tampere University of Technology, Finland; (4) Medical Imaging Centre, Tampere University Hospital, Finland

Zusammenfassung

Das Ziel dieser Studie war die Beschreibung aktueller klinischer Protokolle für die Nebenschilddrüsen (NSD)-Szintigraphie in Finnland. Methoden: Alle nuklearmedizinischen Abteilungen in Finnland wurden angeschrieben und um die Vorschriften für die NSD-Szintigraphie gebeten. Ergebnisse: Wir erhielten die Vorschriften aller Abteilungen, die NSD-Szintigraphien durchführen (n = 19). Im Jahr 2009 erfolgten 769 szintigraphische NSD-Untersuchungen (7 bis 209 je Krankenhaus). Drei Methoden wurden für die NSD-Szintigraphie verwendet. Die Dual-Phasen-Methode mit 99mTc-Sestamibi wird in sieben Krankenhäusern eingesetzt, die Doppelnuklid-Methode mit 123I/99mTc-Sestamibi in elf und mit 99mTcO4/99mTc-Sestamibi wird in einer Klinik gearbeitet. Die Aktivitäten von 99mTc-Sestamibi, 123I bzw. 99mTcO4 betrugen 150–800MBq, 10–30MBq und 50MBq. Aufnahmen von vorne mit Parallelloch-Kollimatoren oder mit dem Pinhole-Kollimator, Schrägaufnahmen mit dem Pinhole-Kollimator, Aufnahmen mit SPECT und CT/SPECT-Hybridscanner wurden in 84%, 26%, 16%, 63% bzw. 42% der Kliniken akquiriert. Da die Methoden kombiniert wurden, erfolgten je Patient ein bis vier Datenakquisitionen. In fünf Protokollen wurde nach Streuung und Abschwächung korrigiert. Eine Korrektur der Überlagerung von 123I- und 99mTc-Gammastrahlungen fand nicht statt, jedoch wurde das Ausmaß der Überlagerungen dadurch reduziert, dass man bei allen Doppelnuklid-Protokollen enge oder asymmetrische Energiefenster verwendete. Schlussfolgerung: In 19Krankenhäusern kamen 18 verschiedene Studienprotokolle zum Einsatz. In der aktuellen Praxis der NSD-Szintigraphie besteht daher in Finnland eine signifikante Variabilität. Die Protokolle sollten an bekannten Phantomen getestet werden, um alle Sensitivitätsunterschiede bei der Darstellung kleiner aktiver Strukturen aufzudecken. Weitere Studien an Phantomen sind erforderlich, um die optimale Bildtechnik zu definieren. Die Ergebnisse dieser Phantomstudien ermöglichen es, Richtlinien für nationale Empfehlungen für die NSD-Szintigraphie zu erstellen.

Stichworte

Hyperparathyroidismus, Nebenschilddrüsen-Szintigraphie, 99mTc-Sestamibi, Iod-123, numerische Daten

DOI

http://dx.doi.org/10.3413/Nukmed-0311-10-04

Artikel, die Sie auch interessant finden könnten...

1.

C. Ansquer1, E. Mirallié2, T. Carlier1, H. Abbey-Huguenin3,4, F. Aubron5, F. Kraeber-Bodéré1

Nuklearmedizin 2008 47 4: 158-162

http://dx.doi.org/10.3413/nukmed-0108

2.

K. Kaczirek (1) , G. Prager (1) , O. Kienast (2) , G. Dobrozemsky (2) , R. Dudczak (2) , B. Niederle (1) , A. Kurtaran (2)

Nuklearmedizin 2003 42 5: 220-223

3.

I. Dogan (1), O. Sezen (2), B. Sonmez (1), A. Y. Zengin (2), E. Yenilmez (3), E. Yulug (3), I. Abidin (4), Z. Bahat (2)

Nuklearmedizin 2010 49 6: 209-215

http://dx.doi.org/10.3413/nukmed-0315-10-05