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Core Decompression und Spongiosatransplantation bei avaskulärer Femurkopfnekrose

Zeitschrift: Osteologie
ISSN: 1019-1291
Thema:

Atraumatische Femurkopfnekrose des Erwachsenen

Ausgabe: Hefte von 2010 (Vol. 19): Heft 1 2010 (1-100)
Seiten: 36-39

Core Decompression und Spongiosatransplantation bei avaskulärer Femurkopfnekrose

T. Trc (1), P. Chládek (1), V. Havlas (1)

(1) Department of Orthopaedic Surgery, Charles University Prague, 2 nd Faculty of Medicine, Czech Republic

Stichworte

Femurkopf, Aseptische Nekrose, Core Decompression, Press-fit-Transplantation

Zusammenfassung

Die Therapie der atraumatischen Femurkopfnekrose des Erwachsenen ist ziemlich problematisch. Die konservative Behandlung ist im Prinzip erfolglos und auch chirurgische Maßnahmen zeigen nicht immer überzeugende Ergebnisse. Am effektivsten scheint eine chirurgische Behandlung in frühen Stadien der Krankheit zu sein, trotzdem bleibt die Diagnose noch relativ kompliziert. Für die späten Stadien (2B und höher) stellen zum Gelenkerhalt die effektivsten Behandlungsmethoden die Core Decompression und gefäßgestielte Transplantate dar. Dabei scheinen besonders die Ergebnisse der Core Decompression und der Spongiosaplastik (vor allem, wenn diese mittels Press-fit-Technik erfolgt) erfolgreich zu sein, wenn gleich nicht immer sehr gut. Die Autoren beschreiben ihre eigene Methode des Aufbohrens und der Auffüllung der nekrotischen Zone des Femurkopfes mit Spongiosa bei 41 Patienten mit radiologisch nachgewiesenen sekundär nekrotischen Veränderungen des Femurkopfes. Die Schmerzen, die mittels VAS beurteilt wurden, nahmen nach der Operation bei allen Patienten signifikant ab. Auch beim Jacobs-Score wurde eine Verbesserung beobachtet (befriedigende bis gute Ergebnisse). In keinem Fall wurde nach der Operation ein ausgedehnter Kollaps des Hüftkopfes beobachtet, allerdings konnte in einigen Fällen eine Verbesserung der runden Form des Femurkopfes gefunden werden. Es ist wichtig zu erwähnen, dass in allen Fällen Femurköpfe mit fortgeschrittenen nekrotischen Veränderungen (Abflachung oder Kollaps) behandelt wurden. Obwohl der klinische Befund sich insgesamt nach der Operation nicht signifikant besserte, erwies sich das Vorgehen als sichere und einfache Methode, um den Schmerz zu reduzieren und den Femurkopf für spätere Therapien zu erhalten, ohne nennenswerte Einschränkungen zur operativen Indikation (Osteochondroplasty, Resurfacing, TEP) zu verursachen.

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