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Gelenkerhaltende Operationen bei atraumatischer Femurkopfnekrose

Zeitschrift: Osteologie
ISSN: 1019-1291
Thema:

Atraumatische Femurkopfnekrose des Erwachsenen

Ausgabe: Hefte von 2010 (Vol. 19): Heft 1 2010 (1-100)
Seiten: 29-35

Gelenkerhaltende Operationen bei atraumatischer Femurkopfnekrose

M. Jäger (1)

(1) Orthopädische Klinik, Universitätsklinikum Düsseldorf, Heinrich-Heine Universität Düsseldorf

Stichworte

operative Therapie, Hüftkopfnekrose, Gelenkerhalt, Zelltherapie

Zusammenfassung

Neben nichtoperativen Behandlungsstrategien und dem endoprothetischen Gelenkersatz nehmen gelenkerhaltende Operationstechniken am Hüftgelenk eine Zwischenstellung in der Therapie der avaskulären Osteonekrose (AVN) ein. Die einzelnene Verfahren verfolgen hierbei verschiedene Ziele. Neben der seit vielen Jahren etablierten Entlastungsbohrung (Core Decompression), der Spongiosaplastik und aktueller innovativer Therapien (autologe Zelltherapie, Osteonekrosenagel, femoraler Teilgelenkersatz) besteht in ausgewählten Fällen die Indikation, ein betroffenes Osteonekroseareal durch eine Umstellungsosteotomie aus der Hauptbelastungszone zu schwenken. Die Entscheidung für hüftgelenknahe Osteotomien ist jedoch aufgrund eigener Erfahrungen sowie unter Berücksichtigung von umfangreichen Daten aus der wissenschaftlichen Literatur kritisch zu stellen, da bei bereits primär kritischer Durchblutung des Femurkopfes diese operationsbedingt zusätzlich beeinträchtigt werden können und sich das mittelfristige klinische Ergebnis im Einzelfall nur sehr schwer vorhersagen lässt. Ob minimalinvasive und regenerative Therapien zukünftig einen festen Stellenwert in der Behandlung der Femurkopfnekrose einnehmen werden, wird derzeit anhand experimenteller und klinischer Studien untersucht.

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