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Signalwege der Östrogenrezeptoren in Knochenzellen

Zeitschrift: Osteologie
ISSN: 1019-1291
Thema:

Sexualhormone und Knochenstoffwechsel

Ausgabe: Hefte von 2010 (Vol. 19): Heft 2 2010 (101-178)
Seiten: 111-116

Signalwege der Östrogenrezeptoren in Knochenzellen

U. I. Mödder (1)
(1) Endokrinologische Abteilung; Mayo Clinic, Rochester, Minnesota, USA

Stichworte

Östrogenrezeptoren, genomischer Signalweg, nichtgenomischer Signalweg, Steroidrezeptor-Koaktivator

Zusammenfassung

Östradiol (E2) ist wichtig für die Regulierung des Knochenmetabolismus – nicht nur bei Frauen, sondern auch bei Männern. Auf der zellulären und molekularen Ebene werden die Effekte von E2 durch Östrogenrezeptoren (ERs) vermittelt. Verschiedene Signalwege sind in den vergangenen Jahren identifiziert worden, die alle eine wichtige Rolle in der Aufrechterhaltung der Knochenstruktur und Knochendichte spielen. ERs vermitteln die Effekte von E2 durch genomische (klassischer und nichtklassischer) und nichtgenomische Signalwege. Die Expression oder Repression von E2-Zielgenen wird des Weiteren durch die Bindung von Koregulatoren (Aktivatoren und Repressoren) an die Rezeptoren reguliert. Steroidrezeptor-Koaktivatoren (SRCs) interagieren mit dem ligandengebundenen Zellkernrezeptordimer und dienen als Bindungsoberfläche für Transkriptionsfaktoren. Die Bildung dieses Transkriptionskomplexes ermöglicht eine optimale Transkription von steroidhormonenregulierten Zielgenen. Die Präsenz der ERs sowohl in Osteoblasten, Osteozyten und Osteoklasten beeinflusst die Knochenumgestaltung und Knochenresorption. Die Lebenslänge und die Einleitung der Apoptose der verschiedenen Zelltypen wird durch die Verfügbarkeit von E2 und die genaue Regulierung der verschiedenen Östrogensignalwegen und die Balance von Rezeptoren, Koaktivator- und Korepressor-Proteinen bestimmt.

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