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Androgene und Androgenmangel bei Tiermodellen der Osteoporose

Zeitschrift: Osteologie
ISSN: 1019-1291
Thema:

Sexualhormone und Knochenstoffwechsel

Ausgabe: Hefte von 2010 (Vol. 19): Heft 2 2010 (101-178)
Seiten: 117-121

Androgene und Androgenmangel bei Tiermodellen der Osteoporose

R. G. Erben (1)
(1) Institut für Physiologie, Pathophysiologie und Biophysik, Dept. für Biomedizinische Wissenschaften, Veterinärmedizinische Universität Wien, Österreich

Stichworte

Osteoporose, Östrogene, Tiermodell, Androgene

Zusammenfassung

Hypogonadismus ist einer der wichtigsten Risikofaktoren der Osteoporose des Mannes. Tiermodelle, insbesondere Ratten- und Mäusemodelle, sind dazu verwendet worden, das Wissen über die Skelettwirkungen von Androgenen zu vermehren. Androgenmangel während des Wachstums führt zu einem inadäquaten Aufbau von insbesondere kortikaler Knochenmasse, während die Orchiektomie von alten, nicht mehr wachsenden Ratten einen ausgeprägten und lang anhaltenden Anstieg des Knochenturnovers induziert, der zum Verlust von trabekulärem und endokortikalem Knochen führt. Die letzteren Veränderungen spiegeln sehr gut die Veränderungen wider, die durch Androgenmangel bei adulten Männern induziert werden. Der Anstieg der Knochenresorption bei alten orchiektomierten Ratten ist verknüpft mit einem Anstieg der Konzentration an freiem löslichem RANKL im Knochenmark. Obwohl klar ist, dass der männliche Knochenstoffwechsel sowohl über den Androgen- als auch über den Östrogenre-zeptor-α (ER) beeinflusst werden kann, haben eine Reihe von klinischen Daten und Daten aus Tierexperimenten nahe gelegt, dass der Erhaltung der trabekulären und endokortikalen Skelettmasse unter physiologischen Bedingungen hauptsächlich ein ER-vermittelter Signalweg nach Aromatisierung von Androgenen zu Östrogenen zugrunde liegt.

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