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Die Osteoporose des Mannes

Zeitschrift: Osteologie
ISSN: 1019-1291
Thema:

Sexualhormone und Knochenstoffwechsel

Ausgabe: Hefte von 2010 (Vol. 19): Heft 2 2010 (101-178)
Seiten: 131-135

Die Osteoporose des Mannes

Ursachen

C. Hamann (1), E. Tsourdi (2), L. C. Hofbauer (2, 3)
(1) Klinik und Poliklinik für Orthopädie, Technische Universität Dresden; (2) Abteilung für Endokrinologie, Diabetes und Knochenerkrankungen, Medizinische Klinik III, Technische Universität Dresden; (3) Center for Regenerative Therapies Dresden

Stichworte

Immunsuppression, Osteoporose, Frakturen, Glukokortikoide, Männer

Zusammenfassung

Der männlichen Osteoporose liegt häufig eine sekundäre Osteoporose zugrunde. Die niedrige Knochendichte mit Veränderungen der Mikroarchitektur des Knochens, die zu Fragilitätsfrakturen führt, wird dabei meist durch eine zugrunde liegende Erkrankung oder Medikation verursacht. Das Vorliegen einer männlichen Osteoporose muss insbesondere dann vermutet werden, wenn Fragilitätsfrakturen bei jungen Männern auftreten oder geringe Knochendichtewerte vorliegen. Es sollte zunächst eine ausführliche Krankengeschichte erhoben werden und eine klinische Untersuchung mit Basis-Labordiagnostik erfolgen. Dadurch können klinische Risikofaktoren, osteoporoseinduzierende Medikamente, ursächliche endokrine, gastroenterologische, hämatologische oder rheumatische Erkrankungen erkannt und mit spezifischeren Untersuchungen bestätigt werden. Die Knochendichtemessung mittels DXA-Messung an der Hüfte und der Wirbelsäule ist der entscheidende und wegweisende diagnostische Test. Zum Nachweis bereits eingetretener Wirbelkörperfrakturen empfiehlt sich eine Röntgenuntersuchung der Wirbelsäule (Brustwirbelsäule/Lendenwirbelsäule) in zwei Ebenen. Die Therapie der sekundären Osteoporose beinhaltet neben der spezifischen antiresorptiven Therapie immer die Therapie der zugrunde liegenden Erkrankung, insbesondere aber die Beendigung oder Modifikation osteoporosefördernder Medikamente.

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