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Die Osteoporose des Mannes

Zeitschrift: Osteologie
ISSN: 1019-1291
Thema:

Sexualhormone und Knochenstoffwechsel

Ausgabe: Hefte von 2010 (Vol. 19): Heft 2 2010 (101-178)
Seiten: 137-142

Die Osteoporose des Mannes

Therapie

H. Dobnig (1)
(1) Klinische Abteilung für Endokrinologie und Stoffwechsel, Universitätsklinik für Innere Medizin, Medizinische Universität Graz, Österreich

Stichworte

Osteoporose, Frakturen, Glukokortikoide, Mann, Hypogonadismus

Zusammenfassung

Die Therapie der männlichen Osteoporose umfasst eine eventuell notwendige Änderung des Lebensstils, eine adäquate Kalzium- und Vitamin-D-Versorgung sowie eine pharmakologische oder, bei nachgewiesenem Hypogonadismus, eine hormonelle Therapie. Ganz allgemein gilt, dass die Datenlage hinsichtlich des Kalziumbedarfs bzw. des Wirkungsgrads der antiresorptiven oder knochenanabolen Therapie bei Männern deutlich spärlicher ist als bei Frauen mit Osteoporose. Therapie der ersten Wahl sind die oralen Bisphosphonate Alendronat oder Risedronat. Kommt es bei deren Einnahme zu Unverträglichkeitsreaktionen oder liegen entsprechende Kontraindikationen vor, können auch parenterale Bisphosphonate eingesetzt werden. Bei Männern mit fortgeschrittener Osteoporose bzw. nach Frakturen unter laufender antiresorptiver Therapie besteht bei hohem Refrakturrisiko die Möglichkeit einer knochenanabolen Therapie mit Teriparatid (PTH 1–34). Hier sollte dann das Bisphosphonat abgesetzt und nach Beendigung des PTH-Therapieintervalles wieder eingeleitet werden. Liegt ein Hypogonadismus mit entsprechender Symptomatik vor, kann nach Ausschluss einer vorliegenden Kontraindikation für eine Testosterontherapie eine solche unter entsprechender Observanz erfolgen. Sind Kontraindikationen vorhanden, stellen Bisphosphonate bei diesen Patienten eine mögliche Therapiealternative dar.

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Osteologie 2010 19 2: 131-135



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