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Ausgaben

Das DVO-Osteoporoseregister

Zeitschrift: Osteologie
ISSN: 1019-1291
Thema:

Mechanobiologie des Knochens

Ausgabe: Hefte von 2010 (Vol. 19): Heft 3 2010 (202-300)
Seiten: 255-260

Das DVO-Osteoporoseregister

Chance und Herausforderung

A. Defèr (1), K. Abendroth (1)

(1) Arbeitskreis der osteologischen Landesverbände Deutschland (AKOLVD), Bund der Osteologen Sachsen e.V. REKO Deutschland e.V.

Stichworte

Osteoporose, Frailty, osteoporoseassoziierte Frakturen, elektronische Dokumentation

Zusammenfassung

Die Osteoporose ist in Deutschland bereits jetzt ein gesellschaftlich und ökonomisch bedeutsames Problem (10). Die Einrichtung eines Osteoporose-Registers auf der Basis einer verbindlich standardisierten Dokumentation ermöglicht eine aktuelle, datenbasierte Erfassung der realen (regionalen) Versorgungssituation. Der Grundstein für ein Nationales Osteoporose-Register wurde am 30.11.2008 im DVO-Arbeitskreis der osteologischen Landesverbände Deutschlands (AKOLVD) gelegt. Der verabschiedete Dokumentations-Standard des geplanten Osteoporose-Registers ist strikt an der S3-Leitlinie des DVO ausgerichtet (8). Die Dokumentation umfasst die Anamnese, die Basis- und die Verlaufsdokumentation. Es erfolgt zunächst die Risikostratifizierung mittels Fragebogen und standardisierter Basisdiagnostik. In jährlichen Abständen erstellt der Behandler eine Verlaufskontrolle und nimmt gegebenenfalls eine Reevaluation zur gestellten Diagnose vor. Nach schriftlicher Einwilligung des Patienten werden die Daten in pseudonymisierter Form in das zu führende Register eingespeist. Dabei verfügt jeder Behandler über einen passwortgeschützten Zugang zur Datenbank. Die Datenbank erfüllt die Erfordernisse des Datenschutzes. In der Datenbank des Registers werden alle Behandlungsereignisse umfassend als Daten-Variablen gespeichert. Daraus ergeben sich umfangreiche sowohl zeitbezogene als auch patienten- (bzw. alters-, wohnorts-/regionsbezogene) Möglichkeiten der Datenauswertung.

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