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Bedeutung des RANK/RANKL/OPG-Signalwegs für den Knochenstoffwechsel

Zeitschrift: Osteologie
ISSN: 1019-1291
Thema:

Knochentumoren II

Ausgabe: Hefte von 2010 (Vol. 19): Heft 4 2010 (301-404)
Seiten: 354-357

Bedeutung des RANK/RANKL/OPG-Signalwegs für den Knochenstoffwechsel

L. C. Hofbauer (1)

(1) Bereich Endokrinologie/Diabetes/metabolische Knochenerkrankungen, Medizinische Klinik III, Universitätsklinikum der Technischen Universität Dresden

Stichworte

Osteoklast, Knochenresorption, RANKL, RANK

Zusammenfassung

Die meisten Knochenstoffwechselkrankheiten sind nach heutigem Kenntnisstand Folge einer gesteigerten Knochenresorption durch Osteoklasten. In den letzten 15Jahren wurden die entscheidenden molekularen und zellulären Regulatoren der Zellbiologie von Osteoklasten entschlüsselt. Receptor activator of NF-κB-Ligand (RANKL) und sein Rezeptor RANK sind essenziell für die Differenzierung und Aktivierung von Osteoklasten und für eine normale Knochenresorption absolut erforderlich. Die Wirkungen von RANKL werden durch den endogenen löslichen Rezeptorantagonisten Osteoprotegerin (OPG) neutralisiert. Die Balance zwischen RANKL und OPG ist im Östrogenmangel oder bei systemischer Glukokortikoidtherapie gestört und dadurch wird der RANKL/OPG-Quotient erhöht, was zum beschleunigten Knochenverlust führt. Angesichts der fundamentalen Rolle des RANKL/RANK/OPG-Signalwegs im Knochenstoffwechsel ist mittlerweile RANKL zum therapeutischen Target geworden. Strategien der RANKL-Blockade wurden in verschiedenen Tiermodellen klinisch relevanter Knochenerkrankungen erfolgreich eingesetzt. Dazu zählen verschiedene Osteoporoseformen sowie Knochenverlust infolge systemischer Entzündung und Tumoren.

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