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Knochentumoren der Wirbelsäule

Zeitschrift: Osteologie
ISSN: 1019-1291
Thema:

Knochentumoren II

Ausgabe: Hefte von 2010 (Vol. 19): Heft 4 2010 (301-404)
Seiten: 332-339

Knochentumoren der Wirbelsäule

K. Kafchitsas (1), B. Habermann (1), M. Tonak (1), A. A. Kurth (1)

(1) Klinik und Poliklinik für Orthopädie, Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg Universität Mainz

Stichworte

Wirbelsäule, Osteoidosteom, Knochentumor, Osteoblastom, Osteochondrom, Hämangiom, aneurysmatische Knochenzyste, eosinophile Granulom

Zusammenfassung

Primäre Knochentumoren der Wirbelsäule stellen eine Seltenheit dar. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass der Wirbelsäulenchirurg frühzeitig die klinischen Zeichen deutet und darüber hinaus die richtigen Untersuchungen sowohl in der Klinik als auch in der Bildgebung einleitet, so dass eine adäquate Therapie frühzeitig beginnen kann. Die unspezifischen Rückenschmerzen der Patienten erklären die lange Zeit zwischen Initialsymptomen und definitiver Erstdiagnose. Neben der konventionellen Röntgenaufnahme spielen CT und MRT eine wichtige Rolle in der diagnostischen Bildgebung der Knochentumoren. Schlussendlich wird die Verdachtsdiagnose durch eine Biopsie erhärtet. Die „häufigsten seltenen“ gutartigen Vertreter der primären Knochentumoren an der Wirbelsäule sind das Osteoidosteom, das Osteoblastom, das Osteochondrom, das Hämangiom, die aneurysmatische Knochenzyste und das eosinophile Granulom. Je nach Rezidivfreudigkeit und Aggressivität des Tumors sollte entsprechend eine intraläsionale Kürettage oder eine marginale En-bloc-Resektion angestrebt werden. Da letztere antomisch nicht immer möglich ist sollten Strahlen- und Chemotherapie assistiv berücksichtigt werden. Hauptvertreter der bösartigen Tumoren sind das multiple Myelom, das Plasmozytom, das Ewing-Sarkom, das Osteosarkom, das Chordom und das Chondrosarkom. Eine marginale oder weite En-bloc-Resektion sollte angestrebt werden, wobei die Einführung der neoadjuvanten Chemotherapie neue Möglichkeiten eröffnet hat.

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