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Therapie des Morbus Paget

Zeitschrift: Osteologie
ISSN: 1019-1291
Thema:

Morbus Paget des Skeletts

Ausgabe: Hefte von 2011 (Vol. 20): Heft 2 2011 (105-192)
Seiten: 135-137

Therapie des Morbus Paget

Medikamentöse Intervention

Ch. Kasperk (1)

(1) Innere Medizin I und Klinische Chemie, Medizinische Universitätsklinik Heidelberg

Stichworte

Bisphosphonate, Morbus Paget, Alkalische Phosphatase

Zusammenfassung

Da es keine ursächliche Therapie des Morbus Paget (MP) des Knochens gibt, orientieren sich die bisher verfügbaren medikamentösen Behandlungsoptionen an der klinischen Symptomatik vor allem an Knochenschmerzen im vom MP betroffenen Knochenareal, an einem erhöhten oder im Verlauf ansteigenden (knochenspezifischen) alkalische Phosphatase(AP)-Spiegel und an der skelettalen Nähe zu Strukturen wie z.B. Gelenken, Nervenaustrittspunkten und der Schädelbasis, die durch ein sich im Knochen ausbreitendes MP-Areal gefährdet werden könnten. Da die osteoklastäre Aktivität durch die typischen MP-Osteoklasten im MP-Areal deutlich gesteigert ist, gilt eine Bisphosphonatbehandlung als die Therapie der Wahl, die bedarfsabhängig oral oder üblicherweise i.v. verabreicht wird. Eine ausreichende Zahl von Endpunktstudien zur Bisphosphonat-Therapie eines MP liegt nicht vor, bei denen nicht nur die AP-Aktivität, sondern z.B. Knochendeformierung oder Frakturen im MP-Areal verlaufskontrolliert wurden. In jedem Fall ist bei jedem Patienten individuell zu prüfen, inwiefern der jeweilige Patient mit der individuell unterschiedlichen Verteilung der MP-Areale im Skelettsystem und einer vorliegenden klinischen Symptomatik von einer Bisphosphonat-Behandlung profitiert.

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