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Intensivierte multimodale Therapie senkt die Zahl von Krankenhauseinweisungen aufgrund osteoporoseassoziierter Frakturen signifikant

Zeitschrift: Osteologie
ISSN: 1019-1291
Thema:

Morbus Paget des Skeletts

Ausgabe: Hefte von 2011 (Vol. 20): Heft 2 2011 (105-192)
Seiten: 143-148

Intensivierte multimodale Therapie senkt die Zahl von Krankenhauseinweisungen aufgrund osteoporoseassoziierter Frakturen signifikant

Evaluierte Ergebnisse der Integrierten Versorgung Osteoporose 2005–2007 im Raum Aachen

Ch. Eichhorn (1), Ch. Münscher (2), P. Bartz-Bazanella (3), Ch. Niedhart (4)

(1) Osteologisches Schwerpunktzentrum, Aachen; (2) MNC-Medical Netcare GmbH, Münster; (3) Klinik für Internistische Rheumatologie, Medizinisches Zentrum der Städteregion Aachen GmbH; (4) Osteologisches Schwerpunktzentrum Heinsberg

Stichworte

Versorgungsforschung, multimodale Therapie, Osteoporose, Integrierte Versorgung

Zusammenfassung

Hintergrund: Das Krankheitsbild Osteoporose gilt in Deutschland weiterhin als unterversorgt. Durch eine intensivierte, multimodale Behandlung im Rahmen eines Integrierten Versorgungsmodells sollte die Patientenversorgung optimiert werden. Dargestellt werden die Ergebnisse der begleitenden Evaluation. Methoden: Anhand pseudonymisierter Daten der AOK Rheinland/Hamburg für die Jahre 2005 bis 2007 wurden die im Zusammenhang mit der Diagnose Osteoporose abgerechneten Leistungen sowie Krankenhauseinweisungen der im IV-Modell Osteoporose im Raum Aachen eingeschriebenen Patientinnen denen einer Kontrollgruppe aus der Regelversorgung gegenübergestellt. Selektionsskriterium waren die Diagnose Osteoporose und mindestens vier Verordnungen einer spezifischen Therapie. Ergebnisse: Von 2005 bis 2007 konnte das absolute Risiko der osteoporoseassoziierten Krankenhauseinweisungen in der Integrierten Versorgung (IV) signifikant von 7,01% auf 2,43% reduziert werden (RRR –66,67%, p<0,05), während sie in der Regelversorgung unverändert blieb. Trotz höherer Arzneimittelkosten zeigte sich im Jahr 2006 eine Ersparnis in der IV von 771Euro, im Jahr 2007 von 1043Euro pro eingeschriebenem Patienten gegenüber der Regelversorgung. Schlussfolgerung: Die vorliegenden Daten zeigen, dass durch eine intensivierte multimodale Therapie der Osteoporose durch besonders qualifizierte Ärzte im Rahmen einer Integrierten Versorgung die Rate an Fragilitätsfraktur-assoziierten Krankenhauseinweisungen bei gleichzeitiger Kostenreduktion signifikant gesenkt werden kann.

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