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Wnt-Signalwege im Knochenstoffwechsel

Zeitschrift: Osteologie
ISSN: 1019-1291
Thema:

Knochenzellbiologie und Osteoporosetherapie

Ausgabe: Hefte von 2011 (Vol. 20): Heft 3 2011 (193-288)
Seiten: 197-202

Wnt-Signalwege im Knochenstoffwechsel

M. Peterlik (1)

(1) Institut für Pathophysiologie, Medizinische Universität Wien, Österreich

Stichworte

Vitamin D, β-Catenin, calcium-sensing receptor, osteogenic differentiation

Zusammenfassung

Sowohl der „kanonische“ Wnt-Signalweg mit β-Catenin als terminalem Effektor als auch der „nicht-kanonische“ Wnt/Ca++-Weg, in dem intrazelluläres Ca++ als „second messenger“ fungiert, spielen beim kontinuierlichen Umbau des Knochens („bone remodeling“) eine wichtige Rolle: Sie koordinieren die einzelnen Phasen der Knochenneubildung (von der osteogenen Differenzierung pluripotenter mesenchymaler Stammzellen bis zur Bildung einer mineralisierten Matrix durch reife Osteoblasten bzw. Osteozyten), regulieren aber auch die Differenzierung und Aktivierung von Osteoklasten. Aufbau und Erhalt der Knochenmasse ist weitgehend genetisch determiniert, und zwar durch das Ausmaß der Expression der für die einzelnen Komponenten der Wnt/β-Catenin-Signalkaskade, insbesondere für den Wnt-Korezeptor LRP5, kodierenden Gene. Sowohl über die Schnittstellen mit anderen Signalwegen, die z.B. von RANK/RANKL, PTH, 1,25-(OH)2D3/VDR oder Ca++/CaR aktiviert werden, als auch durch Blockade der Wnt-Inhibitoren Dkk-1 und Sklerostin ergeben sich zahlreiche Möglichkeiten, die Effektivität der Wnt/β-Catenin-Signalkaskade positiv zu beeinflussen, was zur Prävention und Therapie der verschiedenen Formen der Osteoporose genutzt werden kann.

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