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Kathepsin-K-Inhibitoren in der Osteoporosetherapie

Zeitschrift: Osteologie
ISSN: 1019-1291
Thema:

Knochenzellbiologie und Osteoporosetherapie

Ausgabe: Hefte von 2011 (Vol. 20): Heft 3 2011 (193-288)
Seiten: 211-216

Kathepsin-K-Inhibitoren in der Osteoporosetherapie

C. Meier (1), M. E. Kraenzlin (1)

(1) Klinik für Endokrinologie, Diabetologie und Metabolismus, Universitätsspital Basel, Schweiz

Stichworte

Osteoporose, Kathepsin-K-Inhibitoren, Cysteinprotease, Kollagen Typ I

Zusammenfassung

KathepsinK, eine in Osteoklasten exprimierte Cysteinprotease, ist ein wichtiges Enzym in der Degradation von Kollagen TypI. Da KathepsinK relativ spezifisch für Osteoklasten ist, ist diese Protease ein interessanter Angriffspunkt für die Entwicklung neuer Osteoporosepräparate. Im vergangenen Jahrzehnt wurden große Anstrengungen unternommen, hochwirksame, selektive und oral einnehmbare Kathepsin-K-Inhibitoren zu entwickeln. Im Gegensatz zu Balicatib und Relacatib, deren Arzneimittelentwicklung wegen kutaner Nebenwirkungen (bedingt durch eine zu geringe Spezifität des Arzneimittels) eingestellt wurde, wurden die spezifischeren Kathepsin-K-Inhibitoren Odanacatib (ODN) und ONO-5334 weiterentwickelt und bereits in ersten klinischen Studien untersucht. ODN erhöht bei postmenopausalen Frauen mit niedriger Knochenmasse progressiv die Knochenmineraldichte und hemmt die Knochenresorption. Eine kürzlich veröffentlichte Langzeitstudie bestätigt die klinische Wirksamkeit und Sicherheit von ODN, weist aber auch darauf hin, dass die Wirkung reversibel ist, d.h. nach dem Absetzen von ODN nimmt die Knochenresorption und der Knochenmassenverlust wieder rapid zu. Diese Beobachtungen sind vergleichbar mit dem zeitlich limitierten Effekt von Östrogenen, Denosumab und Parathormon, stehen jedoch im Gegensatz zu den nach dem Absetzen von Bisphosphonaten beobachteten residuellen Langzeitwirkungen. Derzeit wird eine Frakturpräventionsstudie an postmenopausalen Frauen mit Osteoporose, die mit ODN behandelt werden, durchgeführt.

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