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U. Querfeld (1)
(1) Klinik für Pädiatrie mit Schwerpunkt Nephrologie, Charité Campus Virchow Klinikum, Berlin
Die Niere spielt eine zentrale Rolle in der Vitamin-D-Physiologie. Eine chronische Niereninsuffizenz geht in der Regel mit einem Vitamin-D-Mangel einher, der parallel zur Progredienz an Schwere zunimmt. Bei niereninsuffizienten Kindern führt der Vitamin-D-Mangel wegen des hohen physiologischen Bedarfs an Kalzium und Phosphat zu potenziell dramatischen Folgen. Inbesondere bei Kleinkindern kann bei fehlender Substitution das klinische Vollbild einer renalen Rachitis auftreten. Bei Niereninsuffizienz ist der Mangel an Vitamin D Teil einer komplexen Störung, die den Mineralhaushalt (Kalzium, Phosphor, Parathormon), den Knochen (Mineralisation, Wachstum) und die arteriellen Gefäße (vaskuläre Verkalkungen) betrifft. Hieraus ergibt sich eine Indikation für die Supplementierung Vitamin-D-defizienter niereninsuffizienter Patienten mit Cholecalciferol (D3) oder Ergocalciferol (D2). Darüber hinaus ergibt sich eine klare Indikation für die Therapie mit Vitamin-D-Rezeptor-Aktivatoren, z.B. Calcitriol, Alfacalcidol oder Paricalcitol, wenn die renale Synthese von 1,25-Dihydroxyvitamin D nachlässt. Die Gabe von aktivem Vitamin D muss jedoch überwacht werden, da das „therapeutische Fenster“ relativ schmal ist.
Kalzium, Vitamin D, Parathormon, Calcitriol, Chronische Niereninsuffizienz
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R. Fiedler Osteologie 2008 17 3: 148-153 | ||
| 2. | ||
S. Scharla Osteologie 2008 17 3: 135-141 | ||
| 3. | ||
H. Reichel Osteologie 2008 17 3: 113-118 | ||
Die Zeitschrift "Osteologie/Osteology" erschien bis Ende 2007 im Verlag Hans Huber, Bern. Die Jahrgänge bis 2008 können unter www.verlag-hanshuber.com eingesehen werden.