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Die Wirkung der antiresorptiven Therapie am Knochen

Zeitschrift: Osteologie
ISSN: 1019-1291
Thema:

Osteonekrose des Kiefers

Ausgabe: Hefte von 2012 (Vol. 21): Heft 2 2012 (59-138)
Seiten: 63-69

Die Wirkung der antiresorptiven Therapie am Knochen

O. Bock (1)

(1) Charité – Universitätsmedizin Berlin, Campus Benjamin Franklin, Zentrum für Muskel- und Knochenforschung, Berlin

Stichworte

Bisphosphonate, Antiresorptiva, Denosumab, Osteoklasten

Zusammenfassung

Die meisten aktuellen Ansätze zur medikamentösen Behandlung des systemischen Knochenverlustes bei Osteoporose – wie Östrogene und SERM, aber vor allem Bisphosphonate und Denosumab – zielen auf eine Inhibition der Osteoklasten, der den Knochen abbauenden Zellen, ab. Stickstoffhaltige Bisphosphonate wirken durch ihre starke Bindung an der Knochenoberfläche und eine Hemmung der Osteoklastenfunktion vorwiegend über die Inhibierung der Farnesyl-Pyrophosphat-Synthase. Denosumab als vollhumaner monoklonaler Antikörper bewirkt hingegen eine gezielte Hemmung von RANK-Ligand und damit der Osteoklastendifferenzierung und -aktivierung sowie letztlich eine Reduktion der Osteoklastenzahl an der Knochenoberfläche. Bisphosphonate wie Alendronat, Risedronat, Ibandronat und Zoledronat sowie eben auch Denosumab zeigten in klinischen Studien robuste Ergebnisse bezüglich einer signifikanten Reduktion des Frakturrisikos. Ein grundlegendes Wissen um die unterschiedliche Wirkungsweise ist Voraussetzung, um einen potenziell kausalen Zusammenhang zwischen Antiresorptiva und Kieferosteonekrosen (ONJ) verstehen und daraus differenzierte und effektive Präventions- und Therapiestrategien entwickeln zu können.

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