Anzeige

Ausgaben

Körperliches Training zur Frakturprophylaxe beim älteren Menschen

Zeitschrift: Osteologie
ISSN: 1019-1291
Thema:

Osteonekrose des Kiefers

Ausgabe: Hefte von 2012 (Vol. 21): Heft 2 2012 (59-138)
Seiten: 88-93

Körperliches Training zur Frakturprophylaxe beim älteren Menschen

Eine systematische Übersicht über Evidenzen und Limitationen aktueller Studien

W. Kemmler (1), S. von Stengel (1)

(1) Institut für Medizinische Physik, Universität Erlangen-Nürnberg

Stichworte

Körperliche Aktivität, Sport, Training, Fraktur

Zusammenfassung

Osteoporose-induzierte Frakturen sind ein zentrales Problem unserer alternden Gesellschaft. Große epidemiologische Untersuchungen zeigen, dass körperliche Aktivität mit einer deutlichen Reduktion (30–50%) von Hüftfraktur und vertebralen Frakturen einhergehen kann. Aus methodischer Sicht weisen diese Studien aber Limitationen auf, die den klaren Nachweis eines kausalen Zusammenhangs zwischen Aktivität/Sport und Frakturreduktion verhindern. Kontrollierte Interventionsstudien mit dem Endpunkt Frakturhäufigkeit liegen aufgrund der nötigen hohen Stichprobenanzahl nur in beschränktem Maße vor. Fasst man die Ergebnisse dieser Untersuchungen zusammen, so zeigt die Mehrzahl der nach Literaturrecherche ausgewählten Studien positive Effekte auf die „overall“- und vertebrale Frakturhäufigkeit. Eine einfache Berechnung ohne Gewichtung zeigt eine signifikante Reduktion der Frakturhäufigkeit für „overall“ (RR: 0,51; 95%-KI: 0,41–0,63) und vertebrale (RR: 0,61; 95%-KI: 0,44–0,84) Frakturen. Große Interventionsstudien mit klar definierten Trainingsprotokollen und Endpunkten sind dennoch nötig, den Effekt körperlichen Trainings auf das Frakturrisiko evidenzbasiert nachzuweisen.

Artikel, die Sie auch interessant finden könnten...

1.

C. Graf (1), F. Bagheri (1), N. Ferrari (1)

Kinder- und Jugendmedizin 2015 15 4: 250-254

2.

M. Maschke (1), K. Schröder (1)

Nervenheilkunde 2014 33 1-2: 27-30

3.

J. Krell (1), K. Bös (1)

Adipositas 2012 6 1: 30-41